9. November 1941

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[Thes­sa­lo­ni­ki] Sonn­tag, den 9. Nov. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mein lie­bes, lie­bes Her­ze­lein!

Ein­ge­trie­ben sind wir wie­der. Von uns[e]rer Wan­de­rung zum Kapel­len­berg. Du weißt schon, wel­chen ich mei­ne. Es ist eines uns[e]rer liebs­ten Wan­der­zie­le gewor­den. Und heu­te haben wir es auf einem ganz neu­en Wege ange­steu­ert (wir sind doch See­leu­te!), der hat uns über­aus gut gefal­len. Es war aber auch ein Tag, der wie­der recht alles im schöns­ten Lich­te zeig­te. So warm, daß wir – gegen 2 Uhr mach­ten wir uns auf den Weg – schwitz­ten. In der Son­ne waren min­des­tens 20 Grad. Die­se Herbst­ta­ge hier sind zu köst­lich! Wei­ter­le­sen!

14. August 1941

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Don­ners­tag, den 14. August 41

Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du! Herz­al­ler­liebs­te mein!!!

Nun bist Du heu­te wie­der sooo sooooo lieb im Bil­de zu mir gekom­men – ach Du, Du!!! Das weckt doch alle Sehn­sucht so mäch­tig aufs neue! Nun will ich Dich gar nim­mer län­ger im Bil­de nur sehen – und der nächs­te, der Dir so mit dem Kame­ra­au­ge ins lie­be Ant­litz leuch­tet, der will Dein Hubo sein, ja? Du!!! Sonst, werd[‘] ich eifer­süch­tig, ganz ganz sehr! Ich muß Dich ja so lieb­ha­ben auf allen Bil­dern! Sie sind wirk­lich sehr gut gelun­gen – Du!!! Du!!!!! Ich freue mich ganz sehr dar­über. Son­nen­kind! Mein!!! Mein!!! Ach Du! Ich bin doch so eigen­sin­nig – aber Du bist es auch! Gelieb­te, Gelieb­te!!! Mein!!!!! Und wie fein Dir die Bul­ga­ren­blu­se paßt und steht, das freut mich doch auch ganz sehr! Oh Gelieb­te!!! Gelieb­te!!! Ich muß mich sooo sehr seh­nen! Ich will Dich aber nun bald wie­der­se­hen – will umschlie­ßen und lieb umfan­gen, was mein ist, so ganz mein, Du!!! Du!!!!! !!!!! !!! Wei­ter­le­sen!

10. August 1941

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Sonn­abend, den 9. Aug. 1941

Herz­lie­bes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Herz!

Ätsch! Ätsch! Siehst, so tri­um­phiert Dein Man­ner­li heu­te! War­um? Ja, war­um! Weil es nun schwarz auf Weiß [sic] hat, was er erst nur schwarz in Schwarz [sic] hat­te. Noch nicht erra­ten? Die ver­wa­ckel­ten Nega­ti­ve hat Dein Man­ner­li abzie­hen las­sen. Hast [Du] Dir das gedacht? Dürft[e] ich doch nicht Dein Hubo sein und Dich so lieb haben und so neu­gie­rig sein in allem, was mei­nen Her­zens­schatz angeht! Ach Herz­lieb, gelieb­te Mein!!! In jeder Uhr ist ein Teil, der unmit­tel­bar mit der Feder in Ver­bin­dung steht und die Zahn­rä­der takt­mä­ßig wei­ter­treibt, genannt Unrast oder Unru­he. Wei­ter­le­sen!

08. August 1941

Auszug aus dem Brief mit Strich
Aus­zug aus dem Brief mit Strich

[410808–2-1]

Frei­tag, am 8. August 1941.

Gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Du!!

Herz­lieb!! Eben bin ich aus der Bade­wan­ne gestie­gen, ach Du! Mir zit­tern rich­tig die Hän­de, so sehr habe ich gear­bei­tet. Ich bin schon ganz fer­tig mit Rei­ne­ma­chen, den­ke nur mal! Und schon geba­det! Und dabei zeigt die Uhr erst ½ 3 [Uhr] am Nach­mit­tag. Ich muß­te mich so sehr beei­len, weil ich noch viel ande­res vor habe [sic]. Geheim­nis!! —— [sie­he Abbil­dung] Wei­ter­le­sen!

20. Mai 1941

German paratroopers jumping From Ju 52s over Crete
Luft­lan­dung deut­scher Fall­schirm­jä­ger auf Kre­ta. Mit der Schlacht um die grie­chi­sche Insel am 20.–31. Mai 1941 ende­te die Erobe­rung Grie­chen­lands. Foto­graf unbe­kannt, from the collec­tions of the Impe­ri­al War Muse­um collec­tion 4700–33, Bild­num­mer E 3265E , gemein­frei über Wiki­pe­dia, 05.2016.
[410520–2-1]

Diens­tag, am 20. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Herz­lieb Du!! Heu­te ist ein Fei­er­tag! Du!!

Ich schrei­be Dir heu­te mei­nen 200. Brief.

Das heißt, seit Du Sol­dat bist! In Wirk­lich­keit habe ich Dir schon viel mehr geschrie­ben. Ach ja, Du! Ich könn­te mich freu­en dar­um, über die­se gro­ße Zahl. Aber ich kann‘s nicht, viel lie­ber wäre mir ja, Du wärst bei mir und ich könn­te Dir alles sagen, Herz­lieb! Du!! Ob ich wohl die 300 auch noch voll­ma­che? Wei­ter­le­sen!