01. Oktober 1941

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Mitt­woch, am 1. Okto­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Heu­te sieht der Him­mel aus wie ein schmut­zi­ger Sack. Grau in grau, bis nach 900 [Uhr] vor­mit­tags muß­te ich Licht bren­nen! Das vor­aus­ge­ahn­te Regen­wet­ter ist da! Und in einem Aus­ma­ße, daß [sic] an Ergie­big­keit nichts zu wün­schen übrig läßt. Na, mei­net­we­gen – ich kann im Trock[e]nen sit­zen und Du? Herz­lieb? Du mußt Dich auch nicht mehr d[a]rüber grä­men; denn Du hast viel­leicht eitel Son­nen­schein um Dich heu­te?! Wei­ter­le­sen!

14. August 1941

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Don­ners­tag, den 14. August 41

Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du! Herz­al­ler­liebs­te mein!!!

Nun bist Du heu­te wie­der sooo sooooo lieb im Bil­de zu mir gekom­men – ach Du, Du!!! Das weckt doch alle Sehn­sucht so mäch­tig aufs neue! Nun will ich Dich gar nim­mer län­ger im Bil­de nur sehen – und der nächs­te, der Dir so mit dem Kame­ra­au­ge ins lie­be Ant­litz leuch­tet, der will Dein Hubo sein, ja? Du!!! Sonst, werd[‘] ich eifer­süch­tig, ganz ganz sehr! Ich muß Dich ja so lieb­ha­ben auf allen Bil­dern! Sie sind wirk­lich sehr gut gelun­gen – Du!!! Du!!!!! Ich freue mich ganz sehr dar­über. Son­nen­kind! Mein!!! Mein!!! Ach Du! Ich bin doch so eigen­sin­nig – aber Du bist es auch! Gelieb­te, Gelieb­te!!! Mein!!!!! Und wie fein Dir die Bul­ga­ren­blu­se paßt und steht, das freut mich doch auch ganz sehr! Oh Gelieb­te!!! Gelieb­te!!! Ich muß mich sooo sehr seh­nen! Ich will Dich aber nun bald wie­der­se­hen – will umschlie­ßen und lieb umfan­gen, was mein ist, so ganz mein, Du!!! Du!!!!! !!!!! !!! Wei­ter­le­sen!