06. August 1941

[410806–1‑1]

Mitt­woch, den 6. Aug. 1941

Mein lie­bes, herz­lie­bes Schät­ze­lein, Du!!! Du!!!!!

Heu­te bin ich ja sooo über­reich beschenkt wor­den – Gelieb­te! Gelieb­te!!! Oh ich muß mich ja ganz sehr zusam­men­neh­men, daß ich brav blei­be, wenn Du mit sooo sooooo­viel Lie­be zu mir kommst! Und in so süßen Bil­dern, Du!!! Weißt, nun wünsch[‘] ich mir ja für den Urlaub ein paar ganz hei­ße Som­mer­ta­ge – und wenn da kei­ne kom­men, mach[‘] ich ja so ein Feu­er im Ofen – daß ich mein Schät­zel ein­mal in der Som­mer­uni­form schaue, Du!!! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

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21. April 1941

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Mon­tag, am 21. April 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Herz­lieb! Der ers­te Tag mei­nes gemein­sa­men Haus­hal­tens mit der l. [sic] Mut­ter ist her­um. Und ich kann nur sagen, daß es recht nett ist so zu Zwei­en, und ich füh­le mich sehr wohl dabei. Will Dir erzäh­len wie unser Tag ver­lief: Früh bis ½ 8 Uhr wird geschla­fen, [Hil­de] (ohne) steht zuerst auf und lüf­tet, macht Feu­er, kocht Kaf­fee (natür­lich, ohne zu ver­ges­sen, vor­her fein Toi­let­te zu machen!) wenn ich den Kaf­fee­tisch gedeckt habe, wecke ich Mut­ter – d[as] h[eißt] sie kommt von selbst, wenn sie mich han­tie­ren hört! Dann geht’s gemein­sam ans Mit­tag­essen berei­ten. ½ 12 [Uhr] erscheint Mutsch und freut sich, daß wir uns so gut ver­tra­gen mit­ein­an­der. Nach dem Auf­wa­schen wird ein bis­sel [sic: biss­chen] geruht, dabei hören wir Nach­rich­ten. Dann: Start der Feder­hal­ter! Von ½ 3 – 5 Uhr! Wei­ter­le­sen!

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20. April 1941

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Sonn­tag, am 20. April 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!

Herz­lieb! Heu­te end­lich! Heu­te ist er bei mir, Dein lie­ber Bote vom Sonn­tag, dem 7. April. Ach, Du weißt ja nicht, wie sehr ich auf ihn war­te­te! Wie ich ihn her­bei­sehn­te, den Boten vom Liebs­ten! Du! Heu­te wäre es der 4. Tag gewe­sen, daß kei­ne Post gekom­men sei für mich! Du!! Nun bin ich aber ganz froh und glück­lich! Ges­tern, an mei­nem Ehren­tag (der Voll­jäh­rig­keit!!) habe ich ja sooo [sic] sehn­süch­tig nach ihm aus­ge­schaut. Früh ver­geb­lich – nach­mit­tags ver­geb­lich. Ach Du! Ich woll­te doch bei­na­he ganz trau­rig wer­den, Herz­lieb! Aber ich wuß­te doch, daß es nicht Dei­ne Schuld ist! Du ver­gißt mich nim­mer­mehr! Du!! Ich weiß es! Es war recht gut, daß die lie­ben Eltern [Nord­hoff] unser Besuch waren ges­tern, so bin ich immer wie­der auf fro­he Gedan­ken gekom­men, und ich hing dem Ent­täuscht­sein nicht immer nach. Nun bin ich heu­te, am Sonn­tag doch belohnt wor­den, für mein War­ten! Und ich weiß, Herz­lieb!! Du!! Ich weiß, und könn­te ganz laut jubeln vor Freu­de, bei die­sem Gedanken!,[sic] daß die Mutsch noch einen ganz lie­ben Brief für mich bereit­hält! Wei­ter­le­sen!

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17. April 1941

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Don­ners­tag, am 17. April 1941.

Mein gelieb­tes, gutes Man­ner­li! Herz­lieb! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Es ist gleich ½ 4 Uhr am Nach­mit­tag. Die lie­be Son­ne scheint, seit heu­te früh schon. Und das ist Wet­ter für die Wasch­frau! So bin ich heu­te aufs´[sic] Neue los­ge­zo­gen mit mei­nem Hucke­pack nas­ser Wäsche. Das Glück war mir hold! Es ist fast alles schon tro­cken. Du kannst Dir wohl den­ken, wie froh ich nun bin. Mei­ne Hän­de hab[´] ich mir so erfro­ren, daß ich kaum noch Gefühl drin habe. Immer in dem eis­kal­ten Was­ser her­um­ge­planscht beim Spü­len. Ich hat­te ja kein war­mes mehr, weil ich den Kes­sel nicht mehr feu­er­te. Und beim Auf­hän­gen heu­te früh biß mir die Käl­te nur so unter die Fin­ger­nä­gel – es hat­te näm­lich gereift und war kalt! Ja Herz­lieb! So sieht bei uns der Früh­ling aus. Wei­ter­le­sen!

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