Trug und Schein: Ein Briefwechsel

11. November 1940

[401111–1‑1] Mon­tag, den 11. Novem­ber 1940. Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de mein! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Dei­ne lie­ben Boten von Sonn­abend und Sonn­tag ste­hen noch aus. Sonn­tags fal­len viel Post­wa­gen aus, und des­halb gibt es oft eine Ver­zö­ge­rung. Was soll ich nun heu­te schrei­ben? Du! Jetzt, da ich den lee­ren Bogen vor mir habe, weiß ich […]

09. November 1940

[401109–2‑1] Sonn­abend am 9. Novem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter mein! Fei­er­abend ist nun für mich. Es geht auf 6 Uhr. Ein arbeits­rei­cher Tag war es wie­der, und ich bin nun recht froh, daß ich mal sit­zen und aus­ru­hen kann. Aber die Hän­de und die Gedan­ken, die kön­nen nicht Ruhe geben. Mein [Roland], Du! Sie […]

07. November 1940

[401107–2‑1] Don­ners­tag, am 7. Novem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter Du! Die ver­gan­ge­ne Nacht war ganz hell und stern[en]klar. Alarm war zu erwar­ten und wenn man sich die­sem Gedan­ken zur Ruhe begibt, schläft man meist ganz unru­hig. Gegen 200 ertön­te dann auch die Sire­ne, aber nicht bei uns, der Wind trug es von weit her. […]

06. November 1940

[401106–1‑1] Mitt­woch den 6. Novem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein! Du! Dein Schrei­ber­hu­bo liegt aus­ge­streckt auf sei­nem Lager. Alles muß drau­ßen antre­ten zum Dienst um 2 Uhr — er hat Mit­tag bis um 3 Uhr. Ist doch fein, nicht? Er ist aber auch noch müde heu­te. Eine gestör­te Nacht liegt hin­ter uns. Bis […]

25. September 1940

[400925–1‑1] Mitt­woch am 25. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du! Als ich ges­tern abend [sic] Dei­nen Boten abfer­tig­te, rück­te ein Kame­rad mit den bei­den Fotos her­aus, die ich dann gleich noch dazu­ge­legt habe. Ent­we­der taugt sein Appa­rat nichts oder der Kerl hat kein Geschick, ein geschei­tes Bild habe ich bis jetzt noch nicht von ihm […]

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