Trug und Schein: Ein Briefwechsel

16. Oktober 1940

[401016–1‑1] Mitt­woch den 16. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Gelieb­te! Es ist heut[e] Mit­tag noch mal zum Drau­ßen­sit­zen. Ganz allein bin ich für mich und kann unge­stört mit Dir plau­schen. Wirst [Du] jetzt Dein Köpf­chen in[’]s Kis­sen drü­cken zur Mit­tags­ru­he? Ziehst [Du] auch immer brav Dein Kleid­chen aus dabei, damit […]

11. Oktober 1940

[401011–1‑1] Frei­tag am 11. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Die Post stellt sich lang­sam ein auf den neu­en Kurs. Dein lie­ber Bote vom Mitt­woch kam schon heu­te Frei­tag an, 2 Tage also hat er gebraucht. Sei, herz­lich bedankt für alles Lie­be, das Du mir damit schenkst, für das uner­meß­li­che und unersetzliche […]

17. September 1940

[400917–1‑1] Diens­tag am 17. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, Du, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Habe ich mich schon für den Sonn­tags­gruß bedankt? Es ist der schöns­te Augen­blick des Tages, wenn die Post ver­teilt wird, und man ist selbst glück­li­cher Emp­fän­ger. Ges­tern Mon­tag überraschte[n] und erfreu­ten mich die Zei­len Dei­ner lie­ben Mut­ter. Sage Ihr [sic] und Pappsch vie­len herzlichen […]

10. September 1940

[400910–1‑1] Diens­tag am 10. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Müde sind wir heu­te alle! Das war ein bun­ter Tag heu­te. Es begann plan­mä­ßig mit dem Grup­pen­un­ter­richt. Den hält unser Unter­of­fi­zier, Feu­er­werks­maat D., er hat sich auf dem [sic] Sonn­tags­gruß unter­schrie­ben [sic: wohl ver­schrie­ben]. Ein schnei­di­ger, zacki­ger Kerl, ich schät­ze ihn 22 Jah­re, im Zivil­be­ruf ist […]

02. September 1940

[400902–2‑1] O., am 27. August 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Den gan­zen, lan­gen Mon­tag hab[e] ich Dich ver­folgt mit mei­nen Gedan­ken. Jede Umstei­ge­sta­di­on [sic], jeden Auf­ent­halt, die lan­ge War­te­zeit bis es mit­tags 1200 war, alles hab[e] ich ver­folgt. Ja und dann, Du? Von da ab konn­te ich Dich nicht mehr fin­den, und ich quälte […]

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