26. Juni 1942

Hoch­zeit auf Bären­hof, deut­scher Spiel­film, 1942, von Regis­seur Carl Fro­elich, mit Unter­ti­tel: Die Geschich­te einer Lie­be aus bes­se­ren Tagen. Bild über IMDb, 09.2018.

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Frei­tag, am 26. Juni 1942.

Her­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Gelieb­tes Her­ze­lein!

Du! Nun ist Abend gewor­den und ich kann mich zu Dir set­zen, zwar ist das Abend­brot noch nicht vor­bei, doch die Zeit bis dahin will ich mit Dir ver­plau­dern. Du!! Die Son­ne hat­te sich ein wenig ver­kro­chen und die Luft [w]ar recht abge­kühlt, so bin ich heu­te ein­mal nicht son­nen­ba­den gegan­gen auf den H., son­dern habe mich fein nütz­lich gemacht im Hau­se. Wei­ter­le­sen!

14. Mai 1942

Fotothek df rp-c 0200071 Triebischtal-Semmelsberg. Otto Ludwig, Porträt, Zeichnung (Stadtarchiv Meißen, Graphiksammlung).jpg
Trie­bisch­tal-Sem­mels­berg, “Otto Lud­wig,” Por­trät, Zeich­nung, Stadt­ar­chiv Mei­ßen, Gra­phik­samm­lung. Quel­le: Deut­sche Foto­thek df_rp-c_0200071, Säch­si­sche Lan­des­bi­blio­thek – Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek (SLUB). Lizenz CCA-SA 3.0 de, über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.

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Don­ners­tag, den 14. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de]! Lie­bes, treu­es Weib! Heu­te oder mor­gen hät­ten wir nun zie­hen müs­sen. Gelieb­te! Wirst Du denn nun schon Gewiß­heit haben, daß wir noch blei­ben kön­nen? Oh Du! Ich mei­ne sie ver­spürt zu haben, Dei­ne Freu­de, Dein Seh­nen, dar­um, daß Dein Man­ner­li noch am ver­trau­ten Orte sein kann – und daß wir die Sehn­sucht und Hoff­nung noch gar nicht so tief ver­schlie­ßen müs­sen auf ein bal­di­ges Wie­der­se­hen. Oh Gelieb­te! Gelieb­te!!! [Du] Woll­test schon wie­der so treu und selbst­los Dich beschei­den, Dich in Geduld erge­ben – oh Du lie­bes, lie­bes Weib – und ich möch­te so gern, sooooo gern Dir alle Treue und Geduld dan­ken damit, daß Du gar nicht län­ger zu war­ten brauchst auf Dein Man­ner­li! Oh Du! Du!!! Her­ze­lein! Und nun ist doch wie­der ein wenig Hoff­nung – Gelieb­te!  Wei­ter­le­sen!

25. März 1942

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[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 25. März [‘]42

Gelieb­tes Herz! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Heu­te muß ich aber nun [ein]mal an die ander[e]n Glie­der der Fami­lie den­ken, und Du, Schät­ze­lein, wirst dabei etwas kür­zer kom­men, aber nur im Umfang, nicht in der Herz­lich­keit. Du, ich gera­te ja in Schul­den, über Schul­den, wird gar nicht dau­ern, lau­fen die Beschwer­den ein. Ach Du! Ich kann mich doch gar nicht tren­nen von Dir, wenn ich an Dei­nem bBoten schrei­be – ich kann mei­ne Gedan­ken auf gar nichts ande­res rich­ten. Die lie­be Mutsch wird auf ein Zei­chen war­ten, die K.er Eltern, Sieg­fried ist wie­der [ein]mal dran, usw. usw. Aber Du kommst ganz zuerst dran heu­te! Und an den Schluß will ich nur noch den Gute­nacht­kuß hän­gen.

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14. März 1942

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36.

Sonn­abend, am 14. März 42

Mein Her­ze­lein! Lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]!

Du! Heu­te bin ich ganz allein zuhaus.

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13. März 1942

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35.

Frei­tag, am 13. März 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Roland]! Du!

Ich hab doch heu­te soviel Sehn­sucht nach Dir, Her­ze­lein! Oh Du!!! Geträumt hab ich von Dir. Du warst bei mir, Gelieb­ter! Mein Gelieb­ter! Oh süßer, seli­ger Traum —-– Du warst bei mir!

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