Trug und Schein: Ein Briefwechsel

13. November 1942

[421113–2‑1]

26.)

Frei­tag­abend [sic], am 13. Novem­ber 1942. 

Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein! Mein Her­zens­man­ner­li! Ich sit­ze beim Schein der Lese­lam­pe, im Ofen brum­melt ein lus­ti­ges Feu­er, Frei­tags ist es ja ein Bade­feu­er! Der Letz­te wäs­sert sich eben!! Papa. Die Uhr zeigt punkt [sic] sie­ben, eben höre ich unse­re Uhr schla­gen, Du!

04. Oktober 1941

[411004–2‑1] Sonn­abend, am 4. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein liebs­ter [Roland], Du!!! Die Glo­cken läu­ten den Fei­er­tag ein – Reichs­ern­te­dank­fest – wie schön, noch­mal so schön wäre mein Fei­er­abend, wenn Du bei mir wärst! Gelieb­ter!! Es kann nicht sein – und so müs­sen wir nun wie­der, wie gut und tröst­lich ist es doch!, zum Papier greifen, […]

21. März 1941

[410321–2‑1] Frei­tag, am 21. März 1941. Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!! Früh­lings­an­fang ist! Du!! Nun bricht sie an, die schöns­te Zeit im Jah­re, voll Blü­hen und Wer­den. Und wir dür­fen den deut­schen Früh­ling nicht mit­ein­an­der erle­ben – das ist trau­rig – aber, Herz­lieb! Es wird ja jedes Jahr Früh­ling!! Und müs­sen wir ihn […]

27. Januar 1941

[410127–1‑1] Mon­tag, den 27. Janu­ar 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du! Nun gehen sie hin und her zwi­schen uns, die Boten der über­quel­len­den Freu­de, Du!! Herz­lieb!!! Nun steht sie auch auf Dei­nem gelieb­ten Ant­litz so rein und dank­bar und herz­lich und kind­lich! Weißt [Du]! Wie ein Kind, so kann ich mich wie­der freuen […]

12. Januar 1941

[410112–1‑1] Sonn­tag, den 12. Janu­ar 1941 Mein liebs­tes teu­res Herz! Gelieb­te Hol­de mein! Mei­ne Hil­de! Mit­tag ist vor­bei. Dein Hubo hat sich in die 1. Gar­ni­tur gewor­fen – weil Sonn­tag ist – er hat­te sonst kei­nen Grund – doch noch einen heu­te: weil Kom­pa­nie­fest sein soll. Eine komi­sche Ange­le­gen­heit: nicht ver­bind­lich – kein Pro­gramm – Tanz soll […]

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