Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Ferien

16. November 1941

 [411116–1‑1] Sonn­tag, den 16. Novem­ber 1941 Herz­lieb! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Das ist der Sonn­tags­bo­te, wird aber am Mon­tag­mit­tag erst geschrie­ben. Als wir bei­den [sic] ges­tern abend schreib­be­flis­sen nach Hau­se kamen, streik­te das Licht wie­der ein­mal — und kam den gan­zen Abend nicht wie­der. So, daß wir im Dun­keln uns[e]re Brat­kar­tof­feln berei­ten muß­ten. Plea­se […]

14. Mai 1941

[410514–2‑1] Mitt­woch, am 154. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein Herz­lieb! Liebs­ter [Roland]! Noch ist kein Bote da von Dir, er hat sich mal wie­der um eini­ges ver­spä­tet. Ich will mich noch gar­nicht sor­gen, Herz­lieb! Die Ver­spä­tung ist ja so natür­lich. Du mußt trotz allem wohl­auf und froh sein, ich fühl’s in mir, […]

26. Dezember 1940

[401226–1‑2] Don­ners­tag den 26. Dez.[ember] 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!! Eben bin ich zurück aus Eckern­för­de, es ist vier­tel nach zehn. Es war nicht schön. Ich traf die Kame­ra­den am ver­ab­re­de­ten Ort. In 3 Knei­pen sind wir [’]rum­ge­zo­gen, d[as] h[eißt] mich haben sie mit­ge­zo­gen. Ich woll­te ihnen den Spaß nicht gründ­lich ver­der­ben und […]

04. Dezember 1940

[401204–1‑1] Mitt­woch, d. 4. Dezem­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein! Dein lie­ber Bote ist gekom­men, Du!! Ich wuß­te es, daß die Son­ne des Glü­ckes auch in Dir strahlt, daß sie den Schmerz des Abschie­des ver­drän­gen wür­de, so wie bei mir. Herz­liebs­te! Dei­ne Zei­len drän­gen mir den Gedan­ken auf: Du bist mir die […]

17. November 1940

[401117–1‑1] Sonn­tag, den 17. Novem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te! Gelieb­te mein! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Es geht jetzt alles bis­sel ver­quer, bei Dir wie bei Dir [^]mir. Siehst, schon wie­der habe ich mich ver­schrie­ben. Ich hat­te heu­te eine Wut im Lei­be, Du! Denk, bis nach 5 Uhr haben wir im Schreib­zim­mer geses­sen! Lau­ter alten Mist (ent­schul­di­ge […]

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