25. Juli 1941

[410725–2‑1]

Frei­tag, am 25. Juli 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Du!!! Heu­te bist Du zusam­men mit Dei­nem Brü­der­lein zu mir gekom­men. Der lie­be Sieg­fried hat geschrie­ben, aus Ruß­land. Er fragt nach Dir! Er will von mir mehr hören. Schein­bar hat ihn all mein Abge­schick­tes noch gar­nicht erreicht. Auch der Kuchen nicht. Na – ich will ihm bald ein­mal wie­der schrei­ben. Ich bin recht froh, daß es ihm soweit gut geht. Wenn auch man­ches­mal die Höl­le los­ge­las­sen scheint, so schreibt er. Immer vor­wärts bei Son­nen­glut und meter­di­ckem Staub. Wann wird die­ser Weg ein Ende haben? Wei­ter­le­sen!

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22. Juni 1941

T&Savatarsm[410622–1–1]

Sonn­abend, den 22. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de], Du! Gelieb­te!!

Wie soll ich Dich trös­ten heu­te? Gelieb­te! Wie wol­len wir ein­an­der trös­ten heu­te? Welch schwar­zer Tag! Wenn wir all den Hoff­nun­gen nach­schau­en wol­len, die er zer­brach, all den Ent­täu­schun­gen nach­hän­gen, die er brach­te, dann möch­ten wir schwer­lich einen Trost fin­den. Ach, ich woll­te es doch nicht glau­ben heu­te mor­gen, ich woll­te es nicht glau­ben, d.h. ich woll­te es nicht wahr­ha­ben. Herz­lieb! Wei­ter­le­sen!

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27. April 1941

T&Savatarsm[410427–2‑1]

Sonn­tag, am 27. April 1941.

Mein liebs­ter [Roland]! Du!! Mein Herz­lieb! Herz­al­ler­liebs­ter mein!!

Du!!! Jetzt muß ich Dich erst ein­mal ganz fest in mei­ne Arme schlie­ßen! – Oh Du!! Sooo ganz fest! Ein so fro­her Sonn­tag ist mir heu­te beschert wor­den! Du!! Der 27.4. ist heu­te – 27+4=31! Ich hab’s ja schon geahnt! Gelieb­ter!! Jubel und Freu­de sind in mir! Ach Du!! Du!! Einen ganz lie­ben, lan­gen Kuß muß ich Dir schen­ken! Wenn auch alle dabei sind – was kümmert’s mich? Ich hab[‘] Dich sooooo lieb! Ich bin sooo glück­lich heu­te!! Wei­ter­le­sen!

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10. April 1941

T&Savatar[410410–2‑1]

Don­ners­tag, am 10. April 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­lieb!!

Du!! Eben bin ich aus der Kir­che heim­ge­kom­men, es ist gleich 9 Uhr abends. Es waren vie­le Leu­te zum Abend­mahl. Schön war es. Aber für uns Sän­ger doch dann lang­wei­lig – immer wie­der von vor­ne anfan­gen und es wird nicht alle.

Ein arbeits­rei­cher Tag ist zu Ende gegan­gen – wir kom­men nun bald, bald zu Ende mit uns[e]rer Fest­tags­ar­beit. Heu­te nach­mit­tag habe ich auch noch für Mutsch den Geburts­tags­ku­chen geba­cken, und er ist mir gut gera­ten. Heu­te abend noch decke ich den Geburts­tags­tisch: die schö­ne Tasche, 2 Putz­bürs­ten, 1 But­ter­glo­cke, ein Blu­men­strauß – lau­ter schö­ne Din­ge, sie wird sich ja freu­en! Du!! Wei­ter­le­sen!

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