Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Feiertage

15. Oktober 1942

2 Don­ners­tag, am 15. Okto­ber 1942.

Gelieb­ter! Ein­zig­ge­lieb­ter!

Es ist spät schon, die Uhr geht auf 1100 [Uhr] nachts.

Aber um bei Dir zu sein bin ich nie zu müde – sei es auch nur ein Weil­chen, Du! Ach Du! Wie sahen doch an unse­ren Tagen jedes­mal die Nacht am Fens­ter ste­hen, die dunk­le, heim­li­che – Du! Und sie ist […]

27. März 1942

[420327–1‑1a] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 27. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Herz! Frei­tag­abend – wie­der ver­ron­nen eine Woche. Die nächs­te sieht uns schon vor dem Oster­fest. Die Grie­chen fei­ern es an den­sel­ben Tagen. Oster­fest – es wird daheim noch wenig öster­lich aus­schau­en nach die­sem har­ten Win­ter. Plea­se fol­low and like us:

25. März 1942

[420325–1‑1a] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 25. März [‘]42 Gelieb­tes Herz! Mein lie­bes, treu­es Weib! Heu­te muß ich aber nun [ein]mal an die ander[e]n Glie­der der Fami­lie den­ken, und Du, Schät­ze­lein, wirst dabei etwas kür­zer kom­men, aber nur im Umfang, nicht in der Herz­lich­keit. Du, ich gera­te ja in Schul­den, über Schul­den, wird gar nicht dau­ern, lau­fen […]

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