24. April 1940

[400424–2‑1]

O., am 24. April 1940.

Am Mon­tag.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein [Roland]!

Zu mei­nem Käm­mer­lein bin ich wie­der, in mei­nem Bett­lein schla­fe ich wie­der, Du! Ich sehe Dich auf zwei Bil­dern neben mir auf dem Nacht­tisch ste­hen. Du siehst her zu mir. Du! Wie ich Dich lie­be!

Ich kann es ja nicht aus­spre­chen, Gelieb­ter!

Du hast mich so sehr beglückt an mei­nem Geburts­ta­ge  — und mit dei­nem Besuch!

Wie kann ich es Dir nur dan­ken, Du? Wei­ter­le­sen!

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13. März 1940

[400313–1‑1]

Karelische Landenge 13. März 1940
Kare­li­sche Land­enge am 13. März 1940, dem letz­ten Tag des Win­ter­kriegs, gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 03.2015.
S. am 12. März 1940.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Heu­te hat der Früh­ling wirk­lich zum ers­ten Male um die Ecke geschaut. Die Erde ist ein ein­zi­ges Rinn­sal, sie bricht auf, sie tut sich auf der bele­ben­den Son­ne. Wie­der geht ein Dienst­jahr zu Ende. Bald jährt sich der Tag zum zwei­ten Male, da wir uns näher­ka­men, Herz­lie­bes! Zwei Jah­re schon, Du! Wie schnell schei­nen sie mir ver­gan­gen jetzt. Denk nur zwei Jah­re wei­ter, Herz­al­ler­liebs­te! Du! Die Rede vom ewi­gen Kreis­lauf der Jah­re ist nicht sehr gescheit. Es war der vori­ge Früh­ling für Dich und mich ein and[e]rer als der vor zwei Jah­ren. Und der dies­jäh­ri­ge, so Gott will, wird uns anders fin­den als der vor­an­ge­gan­ge­ne, Herz­al­ler­liebs­te, Du! Wei­ter­le­sen!

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06. Januar 1939

T&Savatar[390106–1‑1]

K. am 6. Janu­ar 1939.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Auf die Nach­mit­tags­stun­den hat­te ich Dei­nen Sonn­tags­gruß ver­scho­ben. Nun sind Elfrie­de und Hell­muth gekom­men. Die Zei­len schrei­be ich in Eile, Du mußt ent­schul­di­gen. Nun muß ich Dee mei­ne Tage wie­der ohne Dich ver­brin­gen. Ach Du! Ges­tern ein­mal und als der Zug mich so rasch aus der Chem­nit­zer Gegend ent­führ­te, da kam es mir hart an. Immer möch­te ich um Dich sein! Aber Du bleibst mir ja und will’s Gott ist der Tag nicht mehr all­zufern, an dem unser Wunsch sich erfüllt. Siehst Du abends nach den bei­den Ster­nen in Eurem Hofe? Sie ver­än­dern ihre Stel­lung zuein­an­der, der dicke ist ein Wan­der­stern, ein Pla­net. Wei­ter­le­sen!

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