07. April 1941

T&Savatarsm[410407–2‑1]

Mon­tag, am 7. April 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!!

Es ist mor­gens genau 9 Uhr. Ich sit­ze jetzt in der Stu­be am Tische, der Maler regiert in der Küche, und ich will mich warm schrei­ben, Du!! Es ist so kalt wie­der hier, seit ges­tern – Feu­er kann ich hier drin nicht auch noch anma­chen, da rei­chen wir nicht mit den Koh­len aus. Es ist aus­ge­schlos­sen, daß die gemal­ten Wän­de heu­te luft­trock­nen, drau­ßen reg­net es herz­lich mit Schnee ver­mischt und wir kön­nen das Feu­er nicht aus­ge­hen las­sen in der Küche. Bin gespannt, ob er heu­te fer­tig wird mit allem. Wei­ter­le­sen!

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24. Dezember 1940

Adventsstern. IMG 0764WI
Advents­stern. Lich­ter­haus in Nie­der­wür­schnitz. Erz­ge­birgs­kreis. Sach­sen. Foto Kora27, über Wiki­me­dia Com­mons, 12.2015.
[401224–2‑1]

Am Hei­lig­abend 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein Gelieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!!

Nun ist er da, der Hei­li­ge Abend, voll Tan­nen­duft und voll Lich­ter­glanz. Herz­al­ler­liebs­ter! In mei­nem Her­zen ist Frie­den, wun­der­sa­mer Frie­den. Ich habe sie mit weit offe­nen Her­zen emp­fan­gen, die Got­tes­bot­schaft, die so unend­lich viel Lie­be, Mil­de, so rei­nes tröst­li­ches Licht aus­strahlt. Sie ist heu­te, wie nie an ande­ren Got­tes­fei­ern allen bis ins Inners­te gedrun­gen, das hat jeder gefühlt, jeder. Unser Geist­li­cher war sich sei­ner Auf­ga­be heu­te voll bewußt, und er hat uns mit sei­nen Wor­ten hin­ein­ver­setzt in das ewi­ge Wun­der der Weih­nacht. Schön war es im Got­tes­haus, so schön. Der Altar­platz stand im Schmu­cke der Weih­nacht da, eine mäch­ti­ge Tan­ne mit unend­li­chen Lich­tern schmück­te ihn, Lich­ter­glanz auch auf dem Altar­ti­sche — über allem der leuch­ten­de Advents­stern. Die fest­lich geschmück­te Umge­bung des Got­tes­hau­ses allein stimmt uns schon wei­he­voll. Wei­ter­le­sen!

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15. November 1940

Beethoven Letronne
Der Angriff gegen Coven­try wur­de von der NS-Regie­rung als Ope­ra­ti­on Mond­schein bezeich­net. Bild: Lud­wig van Beet­ho­van, 01.01.1814, Kom­po­nist von der Mond­schein­so­na­te, Por­trait von Lou­is René Let­ron­ne, Bild: Joh­ney, über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2015.
[401115–1‑1]

Frei­tag, den 15. Novem­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Gelieb­te! Hol­de mein!

Du! Wie schön eine Voll­mond­nacht ist im Novem­ber, dazu hat­te ich ver­gan­ge­ne Nacht Gele­gen­heit, es zu bewun­dern. Mußt wis­sen, auf den Win­ter zu und den Win­ter über steht der Mond bedeu­tend höher am Him­mel als im Som­mer, gera­de umge­kehrt, wie sich die Son­ne ver­hält. Man kann dann nachts einen [sic] rich­tig ins nächt­lich mond­lich über­setz­ten Som­mer­tag erle­ben. Von Zeit zu Zeit über­zog sich der Him­mel, der Sturm blies, wenn auch schon etwas schwä­cher, und im Nor­den wet­ter­leuch­te­te es aus dicken Wol­ken­bal­len. So aller 2 Stun­den weck­te uns die Alarm­klin­gel – bis auf ein Mal waren die Leu­te ver­geb­lich an ihren Geschüt­zen. Die Eng­län­der hat­ten es auf Ber­lin abge­se­hen und flo­gen über uns hin­weg nur an. Heu­te brauch­ten wir erst um 9 Uhr uns zu erhe­ben, da warst schon längst aus den Federn. Wei­ter­le­sen

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04. Oktober 1940

Dänischer Wohld 1652
Johan­nes Mejer, Cas­par Danck­werth, Däni­scher Wohld, Rends­burg-Eckern­för­de, Schles­wig-Hol­stein, Neue Lan­des­be­schrei­bung der zwei Her­zog­tü­mer Schles­wig und Hol­stein, 1652, Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015
[401004–1‑1]

Frei­tag am 4. Okto­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz, mei­ne lie­be [Hil­de], Du!

Mit­tags­pau­se ist. Die Son­ne scheint schön warm. Ich sit­ze drau­ßen mit mei­nem Brief­block. Ich muß mich heu­te dazu­hal­ten mit den Zei­len für Dich. Heut [sic] abend soll Abschied gefei­ert wer­den. Unser Maat D. geht zu einem Reser­ve­of­fi­zier­s­kur­sus.  Wei­ter­le­sen!

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23. September 1940

General Spears and General de Gaulle.jpg
Gefecht von Dakar, 23.–25. Sep­tem­ber 1940, war der erfolg­lo­se Ver­such der Alli­ier­ten, den Hafen von Dakar zu erobern. Hier Gene­ral Spears und Gene­ral de Gaul­le auf dem nie­der­län­di­schen Damp­fer Wes­tern­land. Autor Lt. L. C. Priest, Impe­ri­al War Muse­um, Lon­don, lizen­ziert unter Gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

[400923–2‑1]

Mon­tag, am 23. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du!

Zuerst will ich Dir recht, recht herz­lich dan­ken für Dei­nen so lie­ben Sonn­tags­brief! Du hast mich so erfreut, Liebs­ter! Mit­tag ist vor­bei. Mei­ne Arbeit hab ich punkt [sic] 1 Uhr been­det heu­te, ich will end­lich wie­der ein­mal mit Dir plau­dern.

Du hast ja jetzt auch noch Mit­tags­pau­se. Wei­ter­le­sen!

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