Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Fahrrad

07. Oktober 1938

[381007–1‑1] B. am 7. Okt. 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Wenn ich am kom­men­den Sonn­tag mei­ne ‚Dienst­räu­me’ wie­der betre­te, wird die Erin­ne­rung an Ihren Besuch leb­haft wer­den. Sie ken­nen nun mei­ne Behau­sung, sind mei­ne Wege gegan­gen, und mir wird es manch­mal vor­kom­men, als sei­en Sie mit anwe­send und schrit­ten neben mir, ich wer­de mich manch­mal geheim […]

14. August 1938

[380814–2‑1] O., am 14. August 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Heu­te früh erhielt ich Ihren Brief. Die Nach­richt vom Heim­gan­ge Ihrer lie­ben Groß­mutter hat mich erschüt­tert. Wie uner­forsch­lich sind doch Got­tes Wege. Sie haben alle die furcht­ba­ren Stun­den mit­er­lebt, macht­los dem Schick­sal gegen­über. Und für einen emp­find­sa­men Men­schen wohl das Schlimms­te — Ein­sam­keit im Her­zen. Ich […]

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