Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Fabrik

17. Juni 1941

[410617–1‑1] Diens­tag, den 17. Juni 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Herz­lieb mein!! 2 lie­be Boten sind heu­te zu mir gekom­men – fein der Rei­he nach – heut[‘] mit­tag einer – und, ich habe mich ja ganz sehr gefreut, nach Fei­er­abend noch einer! Zu Fei­er­abend, wenn dann die Gedan­ken alle zu Dir gehen dür­fen – […]

18. Juni 1941

[410618–1‑1] Mitt­woch, den 18. Juni 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!! Der Hubo hat sei­nen frei­en Nach­mit­tag heu­te. Er hat ein wenig Kopf­schmerz, eine klei­ne Erkäl­tung steckt in ihm. Drau­ßen ist es heu­te kühl und stür­misch, aus Wes­ten bläst der Wind. So blei­be ich am Bes­ten daheim und scho­ne mich – und den­ke […]

27. Mai 1940

[400527–1‑1] S. am 27. Mai 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de] Du! Dar­an muß ich den­ken, daß in dei­nem All­tag in die­ser Woche eine ein­schnei­den­de Ver­än­de­rung ein­tritt. Um mir zu fol­gen, Herz­lie­bes, willst Du Dei­ne Arbeits­stät­te ver­las­sen. Unauf­halt­sam und immer deut­li­cher tritt das Vor­ha­ben uns[e]rer Ver­bin­dung her­an mit Umstän­den [u]nd Ver­än­de­run­gen. Waren es erst nur Ver­än­de­run­gen, […]

Nach oben scrollen