29. Oktober 1940

State Flag of Greece (1863-1924 and 1935-1970)
Die Fah­ne Grie­chen­lands. Das faschis­ti­sche Ita­li­en griff Grie­chen­land am 28.10.1940 an, um Spa­zio Vitale/Lebensraum im Mit­tel­meer­raum zu erobern. Abbil­dung: pee­per­man, 20 August 2009, Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.

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Diens­tag, den 29. Okto­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Hol­de!

Heu­te begin­ne ich mit dem Schrei­ben schon zu Mit­tag, wer weiß, was heu­te abend noch alles dazwi­schen kommt. Die Vor­be­sich­ti­gung ist vor­bei. Dein Hubo ist nicht auf­ge­fal­len, das genügt. Es ist ein kal­ter, schö­ner Tag heu­te. Mir haben die Hän­de gefro­ren. Heut[’] nach­mit­tag das letz­te Exer­zie­ren hier. Amt­lich ver­lau­tet heu­te: Frei­tag bis früh 10 Uhr ist alles in Marsch gesetzt nach dem neu­en Kom­man­do. Was wird mei­ner war­ten? Wei­ter­le­sen!

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08. Oktober 1940

De Waarheid 31 10 1944.JPG
Im Okto­ber 1940 erschie­nen ers­te Aus­ga­ben der Wider­stands­zei­tung De Waar­heid in den seit Mai besetz­ten Nie­der­lan­den. Von Hand zu Hand wur­de die­se ver­bo­te­ne Mei­nungs­äu­ße­rung gegen die Anwe­sen­heit des deut­schen Besatzers wei­ter­ge­reicht. Hier: De Waar­heid 31/10/1944, ein­ge­stellt von Khx023, lizen­ziert unter CC BY-SA 3.0 über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.

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Diens­tag am 8. Okto­ber 1940

Herz­lie­bes! Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de], Du!

Eigen­ar­tig, immer wenn wir Sport hat­ten bis­her, Diens­tag und Don­ners­tag, haben wir schö­nes, war­mes Wet­ter. Auch heu­te ist es für einen Okto­ber­tag unver­hält­nis­mä­ßig warm. Ich sit­ze wie­der drau­ßen zur Mit­tags­pau­se. Wie schön, wenn man nur den Stuhl ein wenig zu rücken braucht und schon im Frei­en sitzt. Wie schön auch, wenn man sich so leicht beklei­det im Frei­en tum­meln kann in Luft und Son­ne. Möch­test Du das wohl auch? Zusam­men mit Dir, Gelieb­te, am wei­ten Strand, mit Dir wer­fen und sprin­gen und um die Wet­te lau­fen, und — der ers­te will ich ja doch sein — Dich auf­fan­gen am Ziel, und dann stre­cken wir uns lang zur Rast in den war­men Dünen — Du! möch­test Du das wohl auch? — Ja, wir bei­de möch­ten uns wohl ein rech­tes, schö­nes Leben zim­mern, aber jetzt müs­sen wir uns gedul­den mit tau­send ander[e]n, kön­nen nur war­ten und hof­fen. Wei­ter­le­sen!

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27. September 1940

Uffz Marine Portepee.jpg
Schul­ter­stü­cke Kriegs­ma­ri­ne, Unter­of­fi­zie­re. Lizen­ziert unter Gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

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Frei­tag, den 27. Sep­tem­ber 1940

Lie­bes, teu­res Herz, Du mei­ne lie­be [Hil­de]!

Wenig Zeit ist heu­te. Um mich her putzt, und näht und flim­mert alles. Ich könn­te Dich gut gebrau­chen heu­te hier. Eben habe ich mei­ne Schul­ter­stü­cke an den Man­tel genäht. Mit der Zun­ge ein bis­sel [sic: biss­chen] nach­ge­hol­fen geht man­ches, was sonst nicht gleich will. Ja, mor­gen um 10 Uhr ist also Ver­ei­di­gung. Wei­ter­le­sen!

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25. September 1940

Strande Tauchplatz.JPG
Stran­de, Tauch­platz. Foto Wusel007, 09.2014, lizen­ziert unter CC BY-SA 3.0 über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

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Mitt­woch am 25. Sep­tem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du!

Als ich ges­tern abend [sic] Dei­nen Boten abfer­tig­te, rück­te ein Kame­rad mit den bei­den Fotos her­aus, die ich dann gleich noch dazu­ge­legt habe. Ent­we­der taugt sein Appa­rat nichts oder der Kerl hat kein Geschick, ein geschei­tes Bild habe ich bis jetzt noch nicht von ihm gese­hen. Die bei­den Auf­nah­men sind in dem Bade­ört­chen Stran­de gemacht am ers­ten Aus­geh­sonn­tag. Wenn ich ein rich­ti­ges Stand­quar­tier haben wer­de, las­se ich mir mei­nen eig[e]nen Appa­rat schi­cken. Wei­ter­le­sen!

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