14. Mai 1942

Fotothek df rp-c 0200071 Triebischtal-Semmelsberg. Otto Ludwig, Porträt, Zeichnung (Stadtarchiv Meißen, Graphiksammlung).jpg
Trie­bisch­tal-Sem­mels­berg, “Otto Lud­wig,” Por­trät, Zeich­nung, Stadt­ar­chiv Mei­ßen, Gra­phik­samm­lung. Quel­le: Deut­sche Foto­thek df_rp-c_0200071, Säch­si­sche Lan­des­bi­blio­thek – Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek (SLUB). Lizenz CCA-SA 3.0 de, über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.

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Don­ners­tag, den 14. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de]! Lie­bes, treu­es Weib! Heu­te oder mor­gen hät­ten wir nun zie­hen müs­sen. Gelieb­te! Wirst Du denn nun schon Gewiß­heit haben, daß wir noch blei­ben kön­nen? Oh Du! Ich mei­ne sie ver­spürt zu haben, Dei­ne Freu­de, Dein Seh­nen, dar­um, daß Dein Man­ner­li noch am ver­trau­ten Orte sein kann – und daß wir die Sehn­sucht und Hoff­nung noch gar nicht so tief ver­schlie­ßen müs­sen auf ein bal­di­ges Wie­der­se­hen. Oh Gelieb­te! Gelieb­te!!! [Du] Woll­test schon wie­der so treu und selbst­los Dich beschei­den, Dich in Geduld erge­ben – oh Du lie­bes, lie­bes Weib – und ich möch­te so gern, sooooo gern Dir alle Treue und Geduld dan­ken damit, daß Du gar nicht län­ger zu war­ten brauchst auf Dein Man­ner­li! Oh Du! Du!!! Her­ze­lein! Und nun ist doch wie­der ein wenig Hoff­nung – Gelieb­te!  Wei­ter­le­sen!

03. Mai 1942

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Offi­zie­re und Unter­of­fi­zie­re der 3. Kure Spe­zi­al-Lan­dungs­kräf­te, wel­che Tula­gi im Mai 1942 besetz­te und wäh­rend der alli­ier­ten Rück­erobe­rung bei­na­he voll­kom­men auf­ge­rie­ben wur­de. Foto vom 17. Febru­ar 1942, Kure, Japan. Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.

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Sonn­tag­abend, am 3. Mai 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Herz­lieb mein!

Nun ist es so weit! Ich kann mich zu Dir set­zen, kann Dei­ne lie­ben Hän­de fas­sen – ach, Gelieb­ter! Ich bin doch so glück­lich! Bin so von Her­zen froh! Weil ich Dich sooo lieb­ha­ben kann, Du! Sooo lieb­ha­ben muß! Oh Her­ze­lein! Könn­test Du mei­ne gro­ße, her­zin­ni­ge Freu­de sehen! Ich glau­be Du wür­dest ganz sehr froh und glück­lich sein, weil Du soviel Macht über mich hast durch Dei­ne Lie­be!!! Du!! Ich bin doch ganz Dein! Wei­ter­le­sen!

14. Februar 1942

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Wien, den 14. Febr.[uar] 1942

Herz­al­ler­liebs­te, Gelieb­te mein!

Zuerst muß ich Dir von gan­zem Her­zen dan­ken für Dei­nen lie­ben Brief. Heu­te mor­gen gegen 11Uhr war mei­ne Nach­fra­ge auf dem Post­amt nicht ver­ge­bens. Her­zens­schät­ze­lein! Wie fein und lieb es doch ist, daß  Du mich nun mit Dei­nem Boten wie­der­ge­fun­den hast – ach Schät­ze­lein, daß ich mich wie­der ganz fest umfan­gen weiß von Dei­ner treu­en Lie­be – sie ist ja immer mit mir, aber nun braucht sie nicht erst irre zu gehen. Wei­ter­le­sen!

28. Juli 1941

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Mon­tag, der 28. Juli 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein!

Du, nun geht’s mit Rie­sen­schrit­ten auf das Monats­en­de. Und der August­mo­nat – wird uns glück­lich zusam­men­füh­ren? Gott gebe es! Es ist ein Kämp­fen um den Urlaub, kannst [Du] Dir viel­leicht den­ken. 200 Mann sind wir. Vor­erst dür­fen nur 5% fah­ren. Wenn ich da also mit unter den Ers­ten bin, dann bloß – weil ich ein lie­bes Frau­chen habe, Du!!! Wei­ter­le­sen!