24. April 1942

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Pro­pa­gan­daplakate jugoslavis­chen Par­ti­sa­nen, 1941–1945. Quelle: Behance.net, Lizen­zfrei über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2018

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72.

Fre­itag, am 24. April 1942.

Herzenss­chätzelein! Mein aller­lieb­ster, guter [Roland]! Du!!!

Früh­mor­gens kurz nach 8 Uhr! Mein Herzelein steckt gewiß auch schon bis über bei­de Ohren in der Schreibar­beit. Aber nicht so liebe Schreiberei kann es ver­richt­en wie ich, alte öde Akten muß es bear­beit­en. Na – über ein Weilchen ist Abend, dann bist Du erlöst! Du!! Ob Du denn nun wahrhaftig im neuen Bau steckst? Es ist heute wieder Fre­itag. Dein lieber Bote vom vorigen Fre­itag kam gestern zu mir, es ste­ht nichts vom Umzug drin­nen. Ach, wenn sich‘s nur gle­ich für ganz auf­schöbe! “24. April 1942” weit­er­lesen

13. Dezember 1941

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[Saloni­ki,] Sonnabend, den 13. Dez.[ember] 1941

Herzenss­chätzelein! Geliebtes, teures Weib! Geliebte!

Sonnabend. Zum  ersten  Male heute 5-Uhr-Schluß. [Du] Schreib­st mir, daß es zu Hause doch schon um 3 Uhr manch­mal wieder dunkel ist. Hier ist es bis gegen ½ 6 Uhr hell. Sieht man noch ganz genau, wenn zwei sich lieb­hät­ten, Du! [Das] Wird dem Man­ner­li ganz komisch sein, wenn es mal auf Urlaub kom­men sollte in der dun­klen Zeit – ja? Du!!! Weit­er­lesen!

08. Dezember 1941

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Mon­tag, am 8. Dezem­ber 1941.

Mein Herzelein! Geliebter! Herzenss­chätzelein, Du!

Es ist jet­zt abends in der 9. Stunde, Herzelein. Ich kann aber nicht eher ins Bet­tlein gehen, ehe ich Dir geschrieben habe. Wir sind wieder heim nun von uns[e]rer Ham­ster­fahrt. Ach, wir sind auch froh! Es schneite von Mit­tag an was es nur kon­nte. Am Mor­gen schien die liebe Sonne. Um ½ 10 [Uhr] fuhren wir los. Von N. ab liefen wir, es ging kein Zug. Das war ein schön­er Weg. Bei Onkel Erichs angekom­men, wärmten wir uns erst mal am Ofen aus [sic]. Weit­er­lesen!

05. November 1941

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[Saloni­ki] den 5. Nov. 1941

Herzelein, Du! Lieb­ste, Herza­ller­lieb­ste mein! Du!!!

Dein Man­ner­li mußte sich doch so schnell los­reißen gestern – nein, heute früh war’s, daß ich den Boten fer­tigschrieb, daß ich Dich so lieb fes­thal­ten mußte und mich doch am lieb­sten gar nim­mer getren­nt hätte von Dir! Gestern abend war es so unruhig im Hause. Weit­er­lesen!

31. Oktober 1941

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[Saloni­ki] Fre­itag, den 31. Okto­ber 1941

Herzenss­chätzelein! Geliebte! Mein liebes, teures Weib!

Heute ist also Bade­tag. Mein Feinslieb wird auch ganz neuwaschen am Tis­che sitzen – und vielle­icht mein denken? Heute am Nach­mit­tag kam es ein wenig käl­ter, und es trübte sich ein. Vor Dien­stschluß habe ich deshalb einge­heizt, und nun sitzen wir fein warm. Und Dampf ist in der Bude! Weit­er­lesen!