Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Erziehung

13. Mai 1942

[420513–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 13.Mai 1942 Gelieb­te! Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te Hil­de! Du hast mich doch heu­te wie­der so reich beglückt, mir soviel Lie­be und Son­nen­schein gebracht mit dei­nem viel­lie­ben Boten am Don­ners­tag. Oh Her­ze­lein! Weißt du, was sie mir hier bedeu­ten in der Fer­ne? allen Lebens Freu­de und Son­nen­schein! Oh Her­ze­lein! Aus allen Zei­chen […]

9. Mai 1942

[420509–2‑1] 86. [O.] Sonn­abend, am 9. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du! Heu­te sit­ze ich im Stüb­chen, weil die Mut­ter in der Küche plät­tet, da ist[‘]s mir zu eng, zu warm! Du! Die Son­ne scheint zu den Fens­tern her­ein, offen ste­hen sie; ein herr­li­cher Mai­en­tag ist heu­te, der ers­te in sol­cher Pracht. […]

06. Mai 1942

[420506–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 6. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib! Fei­er­abend ist. Kurz vor sie­ben Uhr. Der Feder­hal­ter ist bald heiß­ge­lau­fen. Das ist ein wenig über­trie­ben. Denn mit der Feder wird das wenigs­te geschrie­ben. Und so scharf war das Arbeits­tem­po am heu­ti­gen Nach­mit­tag gar nicht, obwohl Arbeit genug daliegt. Aber was nicht gera­de […]

12. November 1941

[411112–2‑1] Mitt­woch, am 12. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter Du!!! So wie abwech­selnd Don­ners­tag und Frei­tag Dein frei­er Tag ist, so ist Mitt­woch mein unfrei­er Tag. Aber ich kla­ge nicht dar­um; denn der Abend gehört ja noch mir! Und nun ist es Abend und ich set­ze mich zu Dir, mei­nem liebs­ten Gesell! […]

16. Mai 1941

[410516–2‑1] Frei­tag, am 16. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!!! Herz­lieb! 2 lie­be Boten von Dir sind heu­te früh zu mir gekom­men. Ich habe mich ganz sehr dar­über gefreut, Du!! Und ich dan­ke dir recht herz­lich dafür! Vom 1. Und 2. Mai sind sie, und alle bei­de doch erst am […]

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