Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Erlaubnis

13. Juli 1938

[380713–1‑1] B. am 13.7.1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Sie haben lan­ge war­ten müs­sen. Erst heu­te, am drei­zehn­ten, kom­me ich zum Schrei­ben. Seit Sonn­tag nach­mit­tag [sic] bin ich zu Hau­se. Die letz­ten Tage ver­gan­ge­ner Woche war noch vie­ler­lei zu tun und abzu­schlie­ßen. Dazu las­te­te ein Druck auf mir eini­ge Tage. Schuld dar­an war Ihr Vor­schlag, der mir mit­sei­ner [sic] […]

26. Juni 1938

[380626–2‑1] 25.6.38 O., am 26. Juni 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! „Ahnun­gen trü­gen nicht”, so möch­te ich fast die­sen Brief begin­nen und es hat sich auch bewahr­hei­tet. Ich bezweif­le, ob ein ein­fa­cher Dank genügt, den ich Ihnen hier­durch sagen will für das, was Sie getan [haben]. Es ist beschä­mend für mich[,] wie ich Sie ein­schätz­te, daß ich […]

23. Juni 1938

[380623–1‑1] 21.6.38 L. am 23.6.1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Auch ich schied unzu­frie­den. Es war eine kur­ze, über­eil­te Begeg­nung. Ich war etwas abge­hetzt, und ich fand Sie ange­grif­fen und abge­spannt und unru­hig. Wir haben uns kaum ein herz­li­ches Wort gesagt. Es lohnt gar nicht, wei­ter dar­über zu schrei­ben und nach­zu­den­ken. Ich habe Ihre Abfahrt abge­war­tet und […]

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