Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Erinnerungen

28. Dezember 1942

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Mon­tag, den 28. Dezem­ber 1942. 

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Heu­te will das Man­ner­li mal fein zei­tig ins Bett­lein gehen. Ist jetzt immer etwas spät gewor­den, ges­tern abend [sic] ja, weil ich Dienst hat­te. Müde bin ich jetzt noch nicht, aber es kann schnell kom­men. Aber erst muß ich noch zu mei­nem Her­zens­schatz kom­men. Wo ich jetzt noch so […]

18. Dezember 1942

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Frei­tag, den 18. Dezem­ber 1942 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de], Du! 

Oh Du! Ich muß Dir zum Dan­ke immer wie­der­sa­gen, wie Du mei­nes Lebens Son­nen­schein bist, Gelieb­te! Wenn in die ein­tö­ni­gen Tages­ge­schäf­te dann gegen Abend Dein lie­ber Bote kommt – dann springt die Tür auf zum Herzen […]

29. November 1942

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1. Advent, den 29. Novem­ber 1 9 4 2

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes teu­res Weib! 

Du bist zu mir gekom­men! Gelieb­te! Drei lie­be Boten sind zu mir gekom­men! Du! Du!!! Sind nur papier­ne Blät­ter, aber von daheim – von Dei­ner lie­ben Hand. Und die Zei­chen dar­auf, sie sind der Puls Dei­nes gelieb­ten Her­zens – und was sie bedeu­ten, das […]

01. Mai 1942

[420501–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag den 1.Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Hol­de mein! Im wun­der­schö­nen Monat Mai – so fängt wohl ein Lied an. Es ist der won­nigs­te unter den Mona­ten, in dem der Streit mit dem Win­ter end­gül­tig ent­schie­den ist. Er ist aber auch der letz­te vol­le Monat schon wie­der vor dem Juni, der uns das […]

11. Februar 1942

[420211–1‑1] Wien, den 11. Febru­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­te mein! Nun ist Dein Bub wie­der ein rich­ti­ger Wel­ten­bumm­ler, steigt ganz ledig und frei und allein in der Welt umher – und ist doch Dein Bub, ganz Dein Bub! Du weißt: Du kannst ihn ganz allein in die wei­te Welt schi­cken, in alle Win­de – er bleibt Dir treu, er […]

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