26. Dezember 1938

[381226–2‑1]

O., am 2. Weih­nachts­fei­er­tag 1938.

Mein lie­ber [Roland]!

Am Hei­lig­abend war ich fest ent­schlos­sen, auch mit den Eltern einig, heu­te bei Ihnen in L. zu sein. Um den Weg hat­te ich kei­ne Angst, ich hät­te Sie auch bestimmt irgend­wo gefun­den, wären Sie nicht zu Hau­se gewe­sen. Am Abend woll­te ich zurück.

Sie dür­fen sich nicht ängs­ti­gen, krank bin ich nicht. Nur sehr erkäl­tet. Am ers­ten Fei­er­tag war mein Hals fast zu, ich trank Tee und gur­gel­te, hielt mich warm — umsonst. Heu­te brin­ge ich kei­nen kla­ren Ton her­aus, manch­mal schwin­delt mir ein wenig; doch sehr hoch ist die Tem­pe­ra­tur nicht. Ich hab[‘] am Hei­lig­abend in der Kir­che gefro­ren. Ich bin ein wenig trau­rig, daß es so kom­men muß­te. Die Eltern las­sen mich nicht hin­aus, Mut­ter ist ängst­lich weil in L. Diph­ter­i­tis aus­ge­bro­chen ist. Doch mir tut ja der Hals nicht weh, ich bin nur stark hei­ser . Wei­ter­le­sen!

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06. August 1938

Hilde, Ausflug nach Meissen, 31. Juli 1938

[380806–1‑1]

4.8.

B. am 6. Aug. 1938

Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]!

Es ist mir erst zu Hau­se recht deut­lich gewor­den, wie­viel Lau­fe­rei und Aus­la­gen ich Ihnen zuge­mu­tet habe, als ich Ihnen auf­trug, die Fil­me zu besor­gen. Sie haben mich aber recht ver­stan­den: Sie soll­ten die Bil­der zuerst sehen und über die Auf­nah­men ver­fü­gen. Mit Span­nung und Ent­de­cker­freu­de langt man nach neu­en Bil­dern. Ich betrach­te­te erst die Bil­der, eh[‘] ich Ihren Brief las. Ich war ent­zückt über die Auf­nah­me an der Brüs­tung. Wie Sie dort ent­rückt [*] nach [sic] zu den himm­li­schen Gefil­den auf­schau­en, das ist nicht ganz natür­lich, aber rei­zend. Ich bit­te um Gna­de für die­ses Bild. Sehr hübsch die Auf­nah­me am Fens­ter (ste­hend). Am wenigs­ten gefällt mir, die nun noch übrig ist. Sie sit­zen dort etwas gedrückt, das Gesicht etwas ver­knif­fen, die Nase ungüns­tig beleuch­tet — ich hät­te das sehen müs­sen. Die Auf­re­gung ist schuld, ich habe noch zu wenig Übung in Bil­dern mit weib­li­chem Vor­der­grund. Wei­ter­le­sen!

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30. Juni 1938

T&Savatar[380630–1‑1]

28.6.38

L. am 30. Juni 1938.

Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]!

Zunächst bestä­ti­ge ich dan­kend den Emp­fang des Schrei­bens Ihrer Eltern. Ich wuß­te, es daß es für Sie einen schwe­ren Schritt bedeu­te­te, und es tut mir leid, daß Sie in Ängs­ten waren; aber es muß­te sein.— Ich schrei­be Ihnen heu­te, wie ich zur Eben­bür­tig­keit den­ke. Wei­ter­le­sen!

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