Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Entfernung

27. Oktober 1942

[421027–1‑2]

Diens­tag, den 27. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­bes, lie­bes Weib!

Her­ze­lein! Nun wird sie auch bei Dir sein, die Nach­richt davon, daß ich hier blei­ben kann. Man kann ja nicht viel geben auf sol­che Zusi­che­run­gen, und schnell kann sich alles ändern – aber so ist es doch jetzt ent­schie­den. Ach Herz­lieb! Wie so lieb, sooo lieb kommst Du […]

18. März 1942

[420318–1‑1] [Salo­ni­ki,] Mitt­woch, den 18. März 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, treu­es Weib! Soviel Lie­be ist heu­te zu mir gekom­men, daß ich gar nicht noch weiß, wohin mit aller Freu­de, mit allem Glück. Zwei lie­be Boten von Dir, der vom Diens­tag und der vom Don­ners­tag, einen Brief von daheim und einen von H.s aus L. […]

17. März 1941

[410317–2‑1] Mon­tag, am 17. März 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Gelieb­ter mein!! Fünf Tage bist Du nun unter­wegs. Neben mir liegt die auf­ge­schla­ge­ne Land­kar­te, sie gibt mir über vie­les Auf­schluß, sie gibt mir über nichts Aus­kunft. Ich kann so lan­ge sit­zen, über die Land­kar­te geneigt – das gan­ze Gebiet liegt vor mir, wo Du […]

09. Januar 1941

[410109–1‑1] Don­ners­tag, den 9. Janu­ar 1941. Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de mein!! Was Du in Dei­nem lie­ben Boten von ges­tern ange­rührt hast, das beschäf­tigt mich ja noch so. Ich möch­te ihm ganz unge­stört nach­hän­gen, weit hin­aus­lau­fen dazu – ich muß die Zeit auf für unnüt­ze­re Din­ge ver­wen­den – um 4 Uhr […]

10. Oktober 1940

[401010–1‑1] Don­ners­tag, den 10. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Mit­tags­pau­se ist. Ein rüh­ri­ger Tag ist heu­te. Heu­te vor­mit­tag haben wir mit Platz­pa­tro­nen geschos­sen, jeder Mann 2x3 Schuß. 5 Minu­ten ist man d[a]ran und 2 Stun­den steht man her­um. Bei die­sem Schie­ßen kann man nicht sehen, was man getrof­fen hat. […]

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