18. Marz 1942

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[Salo­ni­ki,] Mitt­woch, den 18. März 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Soviel Lie­be ist heu­te zu mir gekom­men, daß ich gar nicht noch weiß, wohin mit aller Freu­de, mit allem Glück. Zwei lie­be Boten von Dir, der vom Diens­tag und der vom Don­ners­tag, einen Brief von daheim und einen von H.s aus L. Und woher mir dann die größ­te Freu­de ward?

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17. März 1941

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Mon­tag, am 17. März 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Gelieb­ter mein!!

Fünf Tage bist Du nun unter­wegs. Neben mir liegt die auf­ge­schla­ge­ne Land­kar­te, sie gibt mir über vie­les Auf­schluß, sie gibt mir über nichts Aus­kunft. Ich kann so lan­ge sit­zen, über die Land­kar­te geneigt – das gan­ze Gebiet liegt vor mir, wo Du nun viel­leicht in den nächs­ten Tagen sta­tio­niert wirst. Die Donau-Staa­ten. Wei­ter­le­sen!

9. Januar 1941

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Don­ners­tag, den 9. Janu­ar 1941.

Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de mein!!

Was Du in Dei­nem lie­ben Boten von ges­tern ange­rührt hast, das beschäf­tigt mich ja noch so. Ich möch­te ihm ganz unge­stört nach­hän­gen, weit hin­aus­lau­fen dazu – ich muß die Zeit auf für unnüt­ze­re Din­ge ver­wen­den – um 4 Uhr war ich mun­ter heu­te mor­gen und habe gedacht und mich ver­senkt, Herz­lieb, nicht um Ver­gan­ge­nes auf­zu­wüh­len, son­dern nur, um zu sehen, wo wir ste­hen – und wie wir dahin gelang­ten – und letz­ten Endes, um nur noch glück­li­cher zu sein. Wei­ter­le­sen!

10. Oktober 1940

Bundesarchiv Bild 146-1981-053-35A, HJ beim Schießunterricht.jpg
Eine Aus­bil­dung an der Waf­fe beka­men bereits Jugend­li­che in der Hit­ler­ju­gend. Hier in einem Wehr­ertüch­ti­gungs­la­ger, Ort und Datum unbe­kannnt, Autor unbe­kannt. DBa, Bild 146‑1981-053–35A / CC-BY-SA 3.0, lizen­ziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.

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Don­ners­tag, den 10. Okto­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Mit­tags­pau­se ist. Ein rüh­ri­ger Tag ist heu­te. Heu­te vor­mit­tag haben wir mit Platz­pa­tro­nen geschos­sen, jeder Mann 2x3 Schuß. 5 Minu­ten ist man d[a]ran und 2 Stun­den steht man her­um. Bei die­sem Schie­ßen kann man nicht sehen, was man getrof­fen hat. Es ist ledig­lich ein Ziel­übung und soll mit dem Schie­ßen über­haupt ver­traut sein machen. Sonst lege ich mich meist ein wenig lang. Aber heu­te bin ich gar nicht müde. Und mei­ne freie Zeit weiß ich eben nicht bes­ser aus­zu­fül­len, als mit Dir, Liebs­te, zu plau­dern, mein Brief­chen zu begin­nen, wenn ich auch gar nicht recht weiß heu­te, was ich schrei­ben soll. Etli­che Ant­wor­ten von Dir ste­hen noch aus. Wei­ter­le­sen!

24. September 1940

Deut­scher Glau­be und völ­ki­sche Gemein­schaft, Foto, 09.2015.

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Diens­tag, am 24. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Die vier­te Woche hast Du schon begon­nen, als Matro­se, als Sol­dat. Wo ist die Zeit hin? So muß man sich fra­gen.

Und was mir anfangs schier unüber­wind­lich schien, die Tren­nung von Dir, das ist Gewohn­heit gewor­den. Gewohn­heit nicht in dem Sin­ne wie das Wort lau­tet. Bes­ser gesagt, es ist mehr ein gedul­di­ges Fügen in etwas Unab­än­der­li­ches. So beschei­den sind wir gewor­den in die­ser Zeit, und wir fügen uns ohne Mur­ren [in] alles — wir müs­sen. Was könn­te hier der Ein­zel­ne aus­rich­ten, woll­te er sich auf­leh­nen? Unse­re Zeit ver­langt Opfer, und was wir bei­de jetzt brin­gen, gewiß es ist auch ein Opfer. Wei­ter­le­sen!