18. Dezember 1939

Admiral Graf Spee
Pan­zer­schiff “Admi­ral Graf Spee” wur­de 17. Dezem­ber in der Mün­dung des Rio de la Pla­ta ver­senkt. Quel­le: Impe­ri­al War Muse­ums, Samm­lung 4700–01, Bild A 3, über Wiki­me­dia Com­mons, 12.2014.
391218–2‑1

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O., am 3. Advent 1939.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

18. Dezem­ber 1938.

Start: Bahn­hof L..

Bei minus 20° in flot­ter Fahrt durch Feld und Wald, vol­ler Unter­neh­mungs­lust zum Christ­markt nach H..

Trotz klir­ren­dem Fros­te über­all fro­her Tru­bel — und nicht ein ein­zi­ger dunk­ler Gedan­ke an Krieg stahl sich damals unter das lus­ti­ge Trei­ben. Behag­li­che Rast im schöns­ten Hotel am Plat­ze. Reich­li­che Triebstoff­auf­nah­me über­all, und beden­ken­los wur­de die Rück­fahrt ange­tre­ten. Zum ers­ten Male im Leben fuhr ich die­se Stre­cke nach Chem­nitz — die­se ver­häng­nis­vol­le Stre­cke! Was war das End­ergeb­nis?: Wei­ter­le­sen!

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29. November 1939

William-Adolphe Bouguereau (1825-1905) - The Proposal (1872)
Wil­liam-Adol­phe Bou­gue­reau, Der Antrag, 1872, über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2014.
[391128–1‑1]

S. am 28. Novem­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Nun tren­nen uns nur noch wenig Stun­den von unse­rem Fest­tag, Herz­lie­bes! So wie wir zuein­an­der ste­hen, ergab sich die­ses Ereig­nis eigent­lich wie von selbst, es schien uns nur noch eine For­ma­li­tät, eini­ge Wochen frü­her oder spä­ter, das schien ohne Bedeu­tung. Nun, da ich Dei­nen Eltern geschrie­ben habe und sie um Dei­ne Hand bit­te, erscheint mir die­ser Tag wich­ti­ger, und es ist mir rich­tig fei­er­lich zumu­te gewor­den. Wei­ter­le­sen!

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11. November 1939

[391111–2‑1]

O., am 9. Novem­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Buergerbraeukeller
Das Bür­ger­bräu­kel­ler im Rosen­hei­mer Stra­ße 29, Mün­chen, 8./9. Novem­ber 1933, Foto­ar­chiv Hoff­man, über His­to­ri­sches Lexi­kon Bay­erns und Wiki­me­dia Com­mons, 10.2014
Für Dei­nen lie­ben Brief mei­nen herz­lichs­ten Dank. Ich wuß­te, daß Du mir heu­te schrei­ben wirst. Es ist etwas so Eigen­ar­ti­ges um die Gedan­ken und um die Sehn­sucht. Bei­de gehen so unend­lich weit, wie unsicht­ba­re Fäden ver­bin­den sie uns. Sie drin­gen durch den letz­ten Wider­stand hin­durch, der sich bie­tet und gelan­gen doch zu der See­le, die sie suchen.

Wei­ter­le­sen!

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06. November 1939

Bibel in Bildern 1860 001
Juli­us Schnorr von Carols­feld, Holz­schnitt aus “Die Bibel in Bil­dern”, 1860, Ers­ter Tag, Gott schei­det das Licht von der Fins­ter­nis, über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2014
[391106–1‑1]

S. am 6. Novem­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Es freut mich, daß Dich mein Zwei­fel nicht irre gemacht hat, und daß Du mir nicht grollst des­halb. Ach Liebs­te, es war nur ein ganz lei­ser Zwei­fel, und unter den Gedan­ken, die mich heu­te abend bewe­gen, bricht er ganz zusam­men. Liebs­te, wenn ich alles beden­ke, unse­ren gemein­sa­men Weg bis­her, dann kann ich nur glau­ben, daß Gott ihn uns führ­te. Von dem Tage an, da ich ihn bat, er möch­te mich klar sehen las­sen — über den Tag, da Du mich riefst — durch die man­cher­lei Fähr­nis­se und Zwei­fel uns[e]rer Begeg­nun­gen — bis auf den heu­ti­gen Tag. So wahr ich zuwei­len das Gefühl habe, daß Glück sei mir in den Schoß gefal­len, unver­dient, so steht außer Zwei­fel, daß wir nicht ohne Fügung einer höhe­ren Macht zuein­an­der fan­den. Wei­ter­le­sen!

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05. November 1939

Hegewald Adam und Eva detail
Zacha­ri­as Hege­wald, Adam und Eva als Lie­bes­paar, um 1530, Elfen­bein, Kunst­kam­mer Würth, Foto­gra­fiert im Bode-Muse­um Ber­lin, Bild: Andre­as Pra­ef­cke, 2007, über Wiki­pe­dia Com­mons, 10.2014
[391105–2‑1]

O., am 5. Novem­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Wie­der geht ein Sonn­tag sei­nem Ende zu; er war wie so vie­le Tage in die­sem Monat sind, reg­ne­risch und kalt. Ich bin heu­te noch nicht ein­mal bis vor die Tür gekom­men, schon wenn ich durch’s Fens­ter schaue, über­kommt mich ein Frös­teln und weil mir sowie­so nicht ganz gut ist, so habe ich den heu­ti­gen Sonn­tag aus­ge­füllt so, daß ich mir ein wenig Ruhe gön­nen kann, wäh­rend doch dabei die Stun­den nicht nutz­los ver­ge­hen. Ja, der Weih­nachts­mann pocht auf sein Recht. Wei­ter­le­sen!

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