Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Endsieg

19. November 1941

[411119–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 19. Nov. 1941 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­te, Hol­de mein! Es ist kurz nach 3 Uhr. Der Spieß macht frei heu­te. In der Mit­tags­frei­zeit waren wir zum Baden. Ich habe ein wenig zu heiß geba­det, das Drecks­schwein gleich mal rich­tig gebrüht. Nun war ich sehr müde.

31. Oktober 1941

[411031–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 31. Okto­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heu­te ist also Bade­tag. Mein Feins­lieb wird auch ganz neu­wa­schen am Tische sit­zen – und viel­leicht mein den­ken? Heu­te am Nach­mit­tag kam es ein wenig käl­ter, und es trüb­te sich ein. Vor Dienst­schluß habe ich des­halb ein­ge­heizt, und nun sit­zen wir fein warm. Und […]

21. Oktober 1941

[411021–1‑1] [Salo­ni­ki] Diens­tag, den 21. Okto­ber 1941 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Okto­ber? Drau­ßen ist es wie Mai so schön und warm. Ges­tern pflüg­te ein Sturm die See, heu­te ist sie von einem Süd­wind nur leicht gekräu­selt. Schaust wohl auch nach dem Abend­stern am Nacht­him­mel? Er steht jetzt genau über dem Olymp. Aber den gibt […]

19. August 1941

[410819–2‑1] Diens­tag, am 19. August 1941. Gelieb­ter!!! Mein [Roland]! Du! Du! Du! Nun ist doch alles gut! Alle Angst, daß man mich von Dir rei­ßen könn­te ist nun gewi­chen! Gelieb­ter! Das war mei­ne gan­ze Sor­ge! Du!! Nun muß ich Dir erzäh­len – nun will ich Dir erzäh­len! Ach Du! Ich woll­te Dir doch anfangs kein […]

13. Mai 1941

[410513–2‑1] Diens­tag, am 13. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Heu­te ist ein wun­der­ba­rer Son­nen­tag, ach, es lockt hin­aus, das Wet­ter! Und ich wer­de mich auch gleich ein­mal ver­lo­cken las­sen, was meinst [Du]?

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