05. Mai 1942

[420505–2-1]

82.

Diens­tag, am 5. Mai 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein Gelieb­ter!! Mein aller­liebs­ter [Roland]!

Du! Ich bin doch heu­te sooo glück­lich! Mein [Roland]!! Du bist soo lieb – ach, sooo lieb zu mir gekom­men, Du! Her­ze­lein! Ich weiß doch gar­nicht, wo ich nun zuerst begin­nen soll mit mei­ner gan­zen, gro­ßen Freu­de! Oh Du!!!!! Ich habe doch noch 2 lie­be Boten hier­lie­gen [sic] vom Sonn­tag, wo wir Wasch­fest hat­ten, die habe ich auch noch nicht beant­wor­tet und nun sind doch schon wie­der 2 lie­be, lie­be neue Boten da! Du! Ich kom­me doch gar­nicht mehr mit nach [sic], Her­ze­lein! Du stürmst auf mich ein mit soviel[,] viel Lie­be und Zärt­lich­keit und Jubel und Freu­de! Ach Du! Du!!! Wei­ter­le­sen!

26. April 1942

Welthauptstadt germania 07
Film­mo­dell der Gro­ßen Hal­le (auch Ruh­mes­hal­le oder Volks­hal­le) mit dem Gro­ßen Becken, Teil der Aus­stel­lung Mythos „Ger­ma­nia“ und „Tem­pel­stadt“ Nürn­berg im Nürn­ber­ger Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum Reichs­par­tei­tags­ge­län­de (7.04.2011 — 11.09.2011), Bild: Kater­Be­ge­mot, 2.05.2011, CC-BY-3.0 Unpor­ted Attri­bu­ti­on Lizenz, 06.2017.

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[Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 26. April 1942

Her­ze­lein! Mein lie­bes teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Ein Sonn­tag will wie­der zu Ende gehen. Der nächs­te ist nun schon ein Mai­en­sonn­tag. Früh­ling und Mai­en wird wie­der. Aber in wes­sen Herz es nicht Früh­ling und Mai­en ist, den stimmt das Blü­hen und Froh­sein rings­her [sic] nur trau­ri­ger. Und ein Herz voll Son­ne und Glück über­strahlt auch den dun­kels­ten Win­ter­tag. Wei­ter­le­sen!

24. März 1942

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43.

Diens­tag, am 24. März 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Her­zens­schät­ze­lein! Mein [Roland]!

Du!! Oh Du!!! Ein Mor­gen ist, so tau­frisch und schön, wie er nur in der erwa­chen­den Früh­lings­zeit sein kann. Mein Herz ist vol­ler Sehn­sucht, vol­ler Lie­be und Son­ne! Oh mein Gelieb­ter! Ich den­ke doch ganz innig Dein! Du mußt es füh­len, mein’ ich – Du mein Her­zens­schatz! Und in all mei­ne Her­zens­se­lig­keit hin­ein kom­men jetzt zwei Boten von Dir, Gelieb­ter! Mein [Roland]! Sie sind so voll Schwer­mut und Heim­weh – voll Sehn­sucht, schwer­mü­ti­ger Sehn­sucht. Ach, Du mein gelieb­tes, gutes Her­ze­lein! Komm an mein Herz! Komm ganz nahe zu mir, birg Dein lie­bes Köpf­chen an mei­ner Brust – mein!

“24. März 1942” wei­ter­le­sen

12. Dezember 1941

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Frei­tag, den 12. Dezem­ber 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Schelm Du! Frei­tag ist wie­der – und eben heu­te kommt Dein lie­ber Bote von vor acht Tagen. Schelm Du! Gold­her­ze­lein! Was das Man­ner­li dazu sagt, wenn das Wei­berl so mit ihm umspringt? Mal hören. Wie sagt man doch beim Man­ner­li, wenn er mal so zum Scher­zen und Necken und Über­mut auf­ge­legt ist? „Dich sticht doch der Hafer!“  [Ich] Weiß nicht, wie man beim Wei­bel sagen müß­te. Wei­ter­le­sen!

01. Dezember 1941

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Mon­tag, am 1. Dezem­ber 1941

Her­zen­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du!!!

Mit­tags­stun­de ist. Stil­le rings um mich. Vater schläft. Mut­ter ist fort­ge­gan­gen, zu Oma nach M. Ich habe mei­ne Küchen­ar­beit been­det und nun will ich erst noch ein Weil­chen mit Dir plau­schen, ehe ich an die ande­ren schrei­be. Nach B., auch eine klei­ne Anmel­dung an die bei­den Land­wir­te möch­te ich los­las­sen. Wei­ter­le­sen!