Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Elternschaft

03. Mai 1942

[420503–2‑2] Sonn­tag­abend, am 3. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Herz­lieb mein! Nun ist es so weit! Ich kann mich zu Dir set­zen, kann Dei­ne lie­ben Hän­de fas­sen – ach, Gelieb­ter! Ich bin doch so glück­lich! Bin so von Her­zen froh! Weil ich Dich sooo lieb­ha­ben kann, Du! Sooo lieb­ha­ben muß! Oh Her­ze­lein! Könn­test […]

6. Oktober 1941

[411006–2‑1] Mon­tag, am 6. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Du!!! Gelieb­ter! Mein [Roland]!!! Du bist zu mir gekom­men! Du!! Ich bin so glück­lich! Ich bin sooo froh! Und damit Du mei­ne Freu­de auch wahr­haf­tig mit­emp­fin­den kannst, Herz­lieb! Dar­um habe ich mich gleich jetzt, eben, da ich Dei­ne bei­den lie­ben Boten gele­sen habe  her­ge­setzt, um Dir zu sagen, […]

12. August 1941

[410812–2‑1] Diens­tag, am 12. August, 1941. Mein Herz­lieb! Du!!! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland][!] Und wie­der ist es Nach­mit­tag – die Zeit, da ich mich hin­set­ze, Dein zu den­ken. Der Him­mel zeigt schon seit Tagen ein fins­t’­res Gesicht, win­dig ist es drau­ßen – kühl. Ich muß immer ein wenig Feu­er anma­chen; wenn man nach­mit­tags still […]

05. Juni 1941

[410605–2‑1] Don­ners­tag, am 5. Juni 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!! Du!! Jetzt habe ich mich ein­mal frei­ge­macht von mei­nem Quäl­geist, die Mutsch ist bei ihm! Es ist 7 Uhr durch, die Tan­te woll­te gegen Abend her­kom­men, um Bär­bel zu holen. Sie wer­den wohl erst mit dem 8 Uhr Bus in […]

05. März 1941

[410305–1‑1] Mitt­woch, den 5. März 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Du!! Was Du mir ges­tern Lie­bes sag­test, ist schon wie­der bei mir – Du! Ich dan­ke Dir von Her­zen, Gelieb­te – so schnell gelangt es in mei­ne Hän­de, Du! – wir sind gar nicht so weit ent­fernt von­ein­an­der – ande­re sind […]

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