13. Dezember 1941

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Sonnabend, am 13. Dezem­ber 1941.

Herzen­schätzelein! Mein geliebtes teures Herz! Du!!!

Nun ist es doch gegen meinen Willen ein­mal so weit gekom­men, daß ich meinem Man­ner­li eine Stunde abknapsen mußte von sein­er Zeit! Du!! Ach, ich weiß, Du bist mir nicht böse darum! und ich habe Dich ja genau sooo lieb, bin Dir genau sooo gut darum! Herzelein! Mein liebes, liebes!!

Ja! Gestern war ein heißer Tag bei Frau [Nord­hoff]! Großreinemachen. Mit dem Papa um ½ 6 [Uhr] stand ich auf. Im Fin­stern noch zog ich alle Bet­ten ab und brachte sie in den Haus­flur zum Lüften. In der Zeit wirtschaftete ich in der Küche umher, denn da kann ich ver­dunkeln und schrubben nach Herzenslust. Weit­er­lesen!

07. Dezember 1941

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Am 2. Adventsson­ntag 1941.

Herzenss­chätzelein! Mein lieber, aller­lieb­ster [Roland]!

Heute schneit es wieder, kalt ist’s und ein Sturm hat sich aufgemacht. Aber gut tut einem die Luft. Sie ist so rein. Die Eltern wollen nach­her ein­mal nach M. laufen, hinzu wollen sie den Staub­sauger mit­brin­gen; denn nun geht doch das Großreinemachen los! Man hat’s so bis­sel leichter. Im Win­ter kann ich sowieso meine Bet­ten nicht so draußen herum aus­bre­it­en – aber der Staub muß trotz­dem her­aus. Und ich? was ich treibe? Weit­er­lesen!

30. November 1941

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Son­ntag, am 30. Novem­ber 1941.

Herza­ller­lieb­ster! Mein [Roland]! Geliebtes Herzelein! Du!

Nun ist Advent! Ich bin so froh heute! Und ich füh­le es, Geliebter! Alles Froh­sein kommt mir von Dir, Du bist auch froh. Die liebe Sonne scheint heute, aber bit­terkalt ist[‘]s im Schat­ten, meint Papa, der heute früh uns[e]re 6 Zent­ner Kartof­feln noch heimholte. Wir sind recht froh, daß wir sie nun im Keller haben. Ich sehne mich hin­aus, aber so lange mag ich auch nicht in der Kälte umher­stiefeln, damit ich mir meine Näs’ nicht wieder erkälte! Ich will doch fein artig sein, Herzelein! Und mich scho­nen. Weit­er­lesen!

27. September 1941

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Sonnabend, am 27. Sep­tem­ber 1941.

Herzenss­chätzelein! Geliebter [Roland]! Du!

Eben habe ich einen lan­gen Schreibebrief [sic] an die lieben Eltern nach K. been­det. Ich zählte ihnen auf, was wir an all den schö­nen Son­nen­t­a­gen noch miteinan­der unter­nah­men, erlebten. Wie wir Dich aus­rüsteten auf die Rück­reise, damit sie sich nicht sor­gen! Und wie der let­zte Tag in der Heimat ver­lief. Sie wer­den sich gewiß recht freuen, daß ich sie mit teil­haben lasse an allem. 4 lange Seit­en sind es gewor­den. Wir sind heute soweit fer­tig mit unserem Pro­gramm (Reinemachen)[,] ich denke nicht daran, mich zu über­stürzen. Während ich schrieb, stand ein Hefeapfelkuchen im Ofen. Weit­er­lesen!

13. Juli 1941

T&Savatar[410713–1-1]

Sonnabend, den 12.Juli 41

Mein liebes, teures Weib! Her­zlieb! Geliebte mein!

Muß doch heute immer Dein denken, Du! Weil Ihr eben auch, die lieben Eltern ein­be­zo­gen, mein­er denkt, aller denkwürdi­gen Stun­den. Es war doch ein Sonnabend – der dem heuti­gen entspricht. Her­zlieb! Ein her­rlich­er Tag ist es wieder hier! Das Wet­ter an unserem Hochzeit­stag? Du! Wir sind nicht aber­gläu­bisch, ja? Ich gehe mit Dir durch Dick und Dünn, Geliebte! Dick und Dünn, so war das Wet­ter damals. Weit­er­lesen!