Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Einzelkind

31. August 1938

[380831–2‑1] O., am 31. August 38. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! [I]ch bin am Sonn­tag wie­der gut zu Hau­se ange­langt. Doch nicht so froh und unbe­schwert als ander­mal. Sie muß­ten es ganz gewiß auch spü­ren; es ist seit dem Abschied etwas zwi­schen uns getre­ten, etwas Dunk­les, Frem­des. Ich quä­le mich die gan­ze Zeit mit dem Gedan­ken, daß […]

5. Juni 1938

[380605–2‑1] 3.6.38 O., am 5. Juni 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Son­nen­hell und klar brach heu­te der Pfingst­mor­gen an, ein Wet­ter, wie es wohl schö­ner nicht zu wün­schen ist. Ich freue mich ja so für Sie; denn nun kann ja Ihre kur­ze Urlaubs­zeit erst die rech­te Erho­lung sein. In der Kir­che hat mir[‘]s heu­te wun­der­schön gefal­len […]

20. Mai 1938

[380520–2‑1] O., am 20. Mai 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Es sind nun drei Tage ver­gan­gen, nach­dem mich Ihre so lie­ben Zei­len erreich­ten. Las­sen Sie mich Ihnen hier­durch mei­nen herz­lichs­ten Dank sagen für das Ver­trau­en, das Sie mir schen­ken. Ich wer­de es zu schät­zen wis­sen. Plea­se fol­low and like us:

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