07. März 1941

Holstentor in Lübeck 2015.jpg
Hols­ten­tor, Lübeck. Foto von Chris­ti­an Wolf, 08/2015. Lizen­ziert über CC BY-SA 3.0, Wiki­me­dia Com­mons, 03/2016.

[410307–1‑1]

Frei­tag, den 7. März 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Du sagst mir heu­te etwas Heim­li­ches, etwas ganz Heim­li­ches, Du Lie­be!! Ich sage Dir zur Ant­wort etwas Wich­ti­ges: Es ist nachts ½ 12 Uhr, mei­ne Kof­fer sind gepackt. Ich muß fort. Hör fein zu: Heu­te ½ 5 [Uhr] kam wie ein Blitz aus hei­te­rem Him­mel die Nach­richt, daß ich abge­ru­fen wer­de nach – Lübeck. Tele­fo­nisch kam der Anruf. Ich soll­te auch schon heu­te da ein­tref­fen. Aber mit der Bahn ist kei­ne Mög­lich­keit mehr heu­te. [S]o muss ich mor­gen ½ 6 Uhr fah­ren, ½ 5 Uhr auf­ste­hen. Wei­ter­le­sen!

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16. Januar 1941

T&Savatarsm[410116–1‑1]

Don­ners­tag, den 16. Janu­ar 1941.

Herz­lieb! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du!! Gelieb­te mein!!

Du!! Weißt wozu ich Lust ver­spü­re? Mir geht es näm­lich wie Dir heu­te, ich weiß gar nichts Beson­de­res heu­te zu schrei­ben und weiß noch nicht, ob die­ser Bogen wird voll wer­den. Also, wozu ich Lust ver­spü­re? Du wäschst Dir doch eben die Haa­re – ein bis­sel dar­in her­um­zu­fit­zen und mal zu sehen, wie Dir der Kno­ten steht, und ob Dei­nem Man­ner­li gefällt, was Dir gar nicht gefal­len will. Wei­ter­le­sen!

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06. Januar 1941

T&Savatarsm[410106–1‑1]

Mon­tag, den 6. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be, liebs­te [Hil­de], Du!!!

Auf die­sen Mon­tag habe ich so gewar­tet – und gefreut mich – weil ich wuß­te, daß Dei­ne lie­ben Boten kom­men wür­den – Aber nun war das Glück so über­groß – denk, 3, drei Boten auf ein­mal – soviel Glück an einem Tag, soviel Freu­de, soviel Son­nen­schein – und so viel Lie­be, Du!! Du!!! Herz­lieb! Du! Ich glau­be wir müs­sen sie noch ein wenig dämp­fen, sie ist schon zu groß. Du!! Wei­ter­le­sen!

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13. Oktober 1940

Bundesarchiv Bild 101I-058-1760-26A, Frankreich, deutsche Besatzung.jpg
Alko­hol trin­ken als Maß­stab für Geschlech­ter­rol­len? Hier ein Wehr­macht­sol­dat mit einer Fran­zö­sin, 08.1940, Foto Har­ren, DBa, Bild 101I-058‑1760-26A / Har­ren / CC-BY-SA 3.0., lizen­ziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.

[401013–1‑2]

Sonn­tag den 13. Okto­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Ruhe­tag ist nun Heu­te. Ein Teil uns[e]rer Beleg­schaft ist wie­der aus­ge­flo­gen, die meis­ten nach Kiel. Nun wird es erst gemüt­lich in der Bude. Viel Platz ist an der lan­gen Tafel. Stil­le ist. Jeder ist mit sich beschäf­tigt. Im Ofen brum­melt das Feu­er. Der Him­mel ist ver­han­gen, ein wenig fri­scher ist es als Ges­tern. Mit­tag ist vor­bei. Eben war ich drü­ben zum Post­emp­fang. Ich war so voll Erwar­tung. Dein Bote kommt so unre­gel­mä­ßig jetzt, Herz­lie­bes! Ges­tern kam er nicht. Viel­leicht kommt er heu­te abend. Ich könn­te mich ein wenig nie­der­le­gen, aber ich bin nicht müde heu­te, habe nach der anstren­gen­den Stadt­rei­se gut geschla­fen. Und nun weiß ich nichts Bes­se­res, als mit Dir zu plau­schen, Hol­de! Ich habe Schreib­schul­den nach ver­schie­de­nen Sei­ten, ich mag nur mit Dir plau­dern, Du! Ein wenig klingt das Stadt­er­leb­nis noch in mir nach. Men­schen in Zivil, so viel bei­sam­men! Noch nicht lan­ge, gehör­te ich zu ihnen, zu den glück­li­chen. Und ich so fremd und ver­las­sen unter ihnen. Du, die Sehn­sucht nach Dir, Gelieb­te, ist nun so mäch­tig in mir! Gelieb­te! Hol­de! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Wenn nur erst Dein lie­ber Bote wie­der kommt! Ach Du! Jetzt stre­cke ich mich doch erst ein Stünd­chen auf mein Lager. Dein Bild will ich betrach­ten, in Dei­nen Brie­fen will ich lesen und dann will ich hier hin­über träu­men zu Dir, Gelieb­te, an Dein Herz, in Dei­ne Hol­de, bese­li­gen­de Nähe! Du! Du! – Wei­ter­le­sen!

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20. September 1940

[400920–2‑1]

Frei­tag, am 20. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein lie­ber, lie­ber, [Roland]!

Coastline of the Baltic Sea in Kołobrzeg and historical lighthouse.
Kolo­brzeg, Küs­te und Leucht­turm, Foto 2012, Autor Kapi­tel, CC0 über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

Bei uns herrscht heu­te so ein tol­ler Sturm, daß ich oben in mei­nem Dorn­rös­chen­schloß fast mei­ne, er müß­te mich aus­he­ben. Wenn ich jetzt so still sit­ze, bebt alles unter mir; das wird wie­der eine unru­hi­ge Nacht geben, bei dem Schie­fergeklap­per. Möch­te mal den See­gang bei die­sem Sturm erle­ben. Wei­ter­le­sen!

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