Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Einmarsch

10. Mai 1942

[420510–2‑1] 87. Sonn­tag, am 10. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes Her­ze­lein! Mein [Roland], Du! Nun ist der Mai schon wie­der zwei­stel­lig, die Tage eilen pfeil­ge­schwind dahin, so emp­fin­de ich [es]. Und sie sol­len auch schnell ver­ge­hen, mein Her­ze­lein! Was soll uns all die lan­ge Zeit, die wir ein­sam, jedes für sich zubrin­gen müs­sen? Die Zeit mag […]

07. Mai 1942

[420507–2‑1] 84. [O.] Don­ners­tag, am 7. Mai 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes teu­res Herz! Mein [Roland]! Ich kom­me wie­der zu Dir, Schät­ze­lein! Wie geht es Dir wohl? Du!! [Ich] Habe auch heu­te noch kei­nen Boten wie­der von Dir. Aber weißt [Du]? Ich kann doch auch noch gar kei­nen brau­chen, [ich] habe doch noch eine gan­ze Rei­he Deiner […]

21. Juni 1940

[400621–2‑1] O., am 21. Juni 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber [Roland] Du! Für Dei­nen so lie­ben Brief dan­ke ich Dir recht herz­lich, er hat mich recht froh wer­den las­sen. Er hat mir das Herz frei und den Blick weit gemacht in die­ser Zeit des Hof­fens und Ban­gens. Ich bin so dank­bar, daß ich Dir gehö­re, der […]

20. März 1939

[390320–2‑1] O., am 19. März 1939. Mein lie­ber [Roland]! Heu­te, am Ent­las­sungs­ta­ge dach­te ich oft an Dich. Er ist ein beson­de­rer, ein gro­ßer Tag für Dich. Den jun­gen Men­schen­kin­dern, die bis jetzt unter Dei­ner und der Eltern Obhut stan­den, öff­net sich nun die Pfor­te, die hin­aus­führt aus dem schö­nen Kin­der­land in[’]s Leben. Ich den­ke an mei­nen Ent­las­sungs­tag zurück. […]

15. März 1939

[390315–2‑1] O., am 15. März 1939. Mein lie­ber [Roland]! Es gibt im Leben Stun­den, in denen man meint, die Zeit müß­te still ste­hen, so unwie­der­bring­lich schei­nen sie uns. Und ich emp­fin­de das jedes­mal [sic] auf’s Neue, wenn Du bei mir bist. Plea­se fol­low and like us:

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