Trug und Schein: Ein Briefwechsel

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01. Dezember 1942

[421201–2‑1]

42.)

Diens­tag­abend, am 1. Dezem­ber 1942. 

Herz­al­ler­liebs­ter! Liebs­ter [Roland]! Mein Herzensmannerli!! 

Du wirst es ja schon von der Haupt­zen­tra­le wissen! 

Er ist da! Er!! Der Sonn­tags­bub! Wel­che Freu­de nun! Heu­te früh kam end­lich die lang­ersehn­te Nach­richt an von Lot­ti und von Vater! Ja von Vater, der mich beschwor mir schwur, “von mir erfährst Du es nicht!“ 

12. November 1942

Don­ners­tag, den 12.11. 1942 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Guten Mor­gen! Guten Mor­gen – guten Mor­gen —!!! Es sieht es doch gar nie­mand – bin doch allein im Zim­mer eben, Du! Du!!! Und Du bist auch allein — ach Schät­ze­lein! Wenn ich es sagen dürft! ich hab doch schon wie­der viel Sehn­sucht nach Dir! 

Ist eben mal ein […]

06. November 1942

19.) Frei­tag, am 6. Okto­ber [*] 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Gelieb­tes teu­res Herz! Mein [Roland]!

Du! Her­ze­lein, ich kom­me doch heu­te wie­der am Mor­gen zu Dir wie ges­tern. Viel­leicht, daß es nun so bleibt in den Win­ter­wo­chen? Es ist mor­gens noch so dun­kel, daß man kei­ne rech­te Arbeit im Haus­we­sen ver­rich­ten kann, jedoch bei der Lese­lam­pe sit­zen kann ich sehr gut. Aber: […]

03. November 1942

17.)

Diens­tag, am 3. Novem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein liebs­ter [Roland]!

Es reg­net heu­te. Ziem­lich kalt ists drau­ßen und es hat den Anschein, als ob es bald mal Schnee gibt. Vori­ges Jahr um die­se Zeit war schon alles in Weiß gehüllt. Ich war heu­te auf dem Wochen­markt. Tan­te K. hat­te 2 Kür­bis­se und 5 ℔ Sel­le­ri [sic] zur […]

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