Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Eifersucht

02. März 1942

[420302–2‑1] Mon­tag, am 2. März 1942. Her­zens­schätz­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Hast Du denn Dein Frau­chen schon ‚amt­lich‘ geseh[e]n? Ich weiß nicht, ob Du soviel Freu­de an dem Stem­pel hast wie ich. Weißt, es war schon immer ein ganz beson­de­res Ver­gnü­gen für mich, so einen Stem­pel drauf­zu­drü­cken! Nur konn­te ich noch nie­mals einemn mein Eigen […]

28. Oktober 1941

[411028–1‑1] [Salo­ni­ki,] Diens­tag, den 28. Okt. 1941 Gelieb­tes Weib! Mein lie­bes, teu­res Herz! Du!! Hol­de mein! Regen­tag. Mit­tag­stun­de. Ich bin allein. Kame­rad K. ist Schrei­ber vom Dienst, er muß über Mit­tag oben blei­ben. Allein bin ich! Und Du bist bei mir, ganz lieb und nahe! Immer, wenn ich allein bin! Plea­se fol­low and like us:

13. Oktober 1941

[411013–2‑1] Mon­tag, am 13. Okto­ber 1941. Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du lie­ber, liebs­ter [Roland]! Es ist Vor­mit­tag, ich bin allein. Und ich muß mir jetzt eine Stun­de Zeit gön­nen, bei Dir zu sein, Du! Du klag­test in zwei Dei­ner Boten über die Form­lo­sig­keit uns[e]rer Zeit. Ich habe Dich ver­stan­den, Herz­lieb. Ich muß auch alle Dei­ne Betrach­tun­gen und […]

26. August 1941

[410826–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki] Diens­tag, den 26. Aug.[ust] 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein! Du! Du!!! Welch lie­ber, lie­ber Bote ist heu­te zu mir gekom­men! Wie  strahlt es mir von Lie­be und Freu­de, von Seh­nen und Jubeln – Gelieb­te! Gelieb­te!!! Soo­viel Freu­de in Dir, soo­viel Erwar­tung! Ach Du!!! Du!!!!! So rein und lau­ter und gläu­big, so tief […]

23. August 1941

[410823–1‑2] Sonn­abend, den 23. August 41 Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­al­ler­liebs­te mein!!! Dein lie­ber, lie­ber Bote von Sonn­abend ist zu mir gekom­men. Sei viel­lieb bedankt, Herz­lieb mein! [Du] Kannst Dir den­ken, was mich nun am meis­ten bewegt? Gelieb­tes Weib! Du, mei­ne [Hil­de]! Ach, ich wer­de ja nicht eher wie­der ganz ruhig wer­den, eh[‘] Du mir […]

Nach oben scrollen