Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Eifersucht

14. September 1942

[420914–2‑1] O. SA, den[*] Mon­tag, am 14. Sep­tem­ber 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein [Roland]! Du! Heu­te scheint doch wie­der die lie­be Son­ne, viel hel­ler als ges­tern! Und es wäre ein Pracht­wet­ter gewe­sen für uns­re Wäsche. Aber ich bin froh, daß sie tro­cken ist und das [sic] ich mich nicht noch län­ger damit her­um­pla­gen muß. […]

13. September 1942

[420913–2‑1] O.i. SA, den[*] Sonn­tag, am 13. Sep­tem­ber 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Du!! Mein gelieb­tes Her­ze­lein! Mein aller­liebs­ter [Roland]! Jetzt habe ich doch Fei­er­abend! Du! Jetzt kom­me ich zu Dir und gehe nicht [eh]er wie­der fort, als bis ich ins Bett­lein muß. Du! Schät­ze­lein! Wo magst Du denn jetzt sein? Wo fin­de ich Dich? Wohl auf dem […]

02. März 1942

[420302–2‑1] Mon­tag, am 2. März 1942. Her­zens­schätz­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Hast Du denn Dein Frau­chen schon ‚amt­lich‘ geseh[e]n? Ich weiß nicht, ob Du soviel Freu­de an dem Stem­pel hast wie ich. Weißt, es war schon immer ein ganz beson­de­res Ver­gnü­gen für mich, so einen Stem­pel drauf­zu­drü­cken! Nur konn­te ich noch nie­mals einemn mein Eigen […]

28. Oktober 1941

[411028–1‑1] [Salo­ni­ki,] Diens­tag, den 28. Okt. 1941 Gelieb­tes Weib! Mein lie­bes, teu­res Herz! Du!! Hol­de mein! Regen­tag. Mit­tag­stun­de. Ich bin allein. Kame­rad K. ist Schrei­ber vom Dienst, er muß über Mit­tag oben blei­ben. Allein bin ich! Und Du bist bei mir, ganz lieb und nahe! Immer, wenn ich allein bin! Plea­se fol­low and like us:

13. Oktober 1941

[411013–2‑1] Mon­tag, am 13. Okto­ber 1941. Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du lie­ber, liebs­ter [Roland]! Es ist Vor­mit­tag, ich bin allein. Und ich muß mir jetzt eine Stun­de Zeit gön­nen, bei Dir zu sein, Du! Du klag­test in zwei Dei­ner Boten über die Form­lo­sig­keit uns[e]rer Zeit. Ich habe Dich ver­stan­den, Herz­lieb. Ich muß auch alle Dei­ne Betrach­tun­gen und […]

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