Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Eifersucht

12. November 1942

25.)

Don­ners­tag, am 12. Novem­ber 1942. 

Gelieb­ter! Mein [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein! Du!!! 

Die Hand ist noch ganz unge­lenk von der Käl­te, war eben beim Milch­mann ohne Hand­schu­he, huh! Wie ist’s schon bit­ter kalt! 

Ich muß jetzt immer Hand­schu­he anzie­hen. Hab doch mei­ne lie­be gute Wärm­fla­sche im Krieg! Hof­fent­lich kommt sie mir in “alter Wär­me” wie­der – um den Gegen­satz des Wortes […]

14. September 1942

[420914–2‑1] O. SA, den[*] Mon­tag, am 14. Sep­tem­ber 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein [Roland]! Du! Heu­te scheint doch wie­der die lie­be Son­ne, viel hel­ler als ges­tern! Und es wäre ein Pracht­wet­ter gewe­sen für uns­re Wäsche. Aber ich bin froh, daß sie tro­cken ist und das [sic] ich mich nicht noch län­ger damit her­um­pla­gen muß. Habe doch […]

13. September 1942

[420913–2‑1] O.i. SA, den[*] Sonn­tag, am 13. Sep­tem­ber 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Du!! Mein gelieb­tes Her­ze­lein! Mein aller­liebs­ter [Roland]! Jetzt habe ich doch Fei­er­abend! Du! Jetzt kom­me ich zu Dir und gehe nicht [eh]er wie­der fort, als bis ich ins Bett­lein muß. Du! Schät­ze­lein! Wo magst Du denn jetzt sein? Wo fin­de ich Dich? Wohl auf dem Ber­ge am […]

02. März 1942

[420302–2‑1] Mon­tag, am 2. März 1942. Her­zens­schätz­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Hast Du denn Dein Frau­chen schon ‚amt­lich‘ geseh[e]n? Ich weiß nicht, ob Du soviel Freu­de an dem Stem­pel hast wie ich. Weißt, es war schon immer ein ganz beson­de­res Ver­gnü­gen für mich, so einen Stem­pel drauf­zu­drü­cken! Nur konn­te ich noch nie­mals einemn mein Eigen nennen. […]

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