Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Ehrlichkeit

12. Februar 1940

[400212–2‑1] O., am 11. Febru­ar 1940 Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Sel­ten froh und voll inne­rer Glück­se­lig­keit bin ich heu­te. Ich bin es doch sonst nur so, wenn Du bei mir bist, Liebs­ter. Du bist es, der mich so sehr glück­lich macht, Du! Daß wir uns fan­den — daß Du mein bist — daß wir uns […]

28. Januar 1940

[400128–2‑1] O., am 28. Janu­ar 1939 [1940!]. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Sonn­tag ist nun heu­te, und ich bin allein, und wenn für mich rech­ter Sonn­tag sein soll, dann mußt Du bei uns sein, Liebs­ter! Es geht nicht an, daß wir alle Fei­er­ta­ge zusam­men sein dür­fen. Und dies ist wohl auch eines der äuße­ren Zeichen […]

30. Januar 1939

[390130–2‑1] O., am 30. Janu­ar 1939. Mein lie­ber [Roland]! Eine Woche liegt nun erst zwi­schen unse­rem letz­ten Zusam­men­sein — viel län­ger scheint mir[‘]s schon. Voll Dank­bar­keit las ich Ihren lie­ben Brief immer wie­der. Wie flei­ßig haben Sie mei­ner täg­lich gedacht, trotz aller Arbeit. Man soll im Glück nicht zu laut jubeln — mir fällt das jetzt […]

04. Januar 1939

[390104–1‑1] B. am 4. Jan. 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Herz­li­chen Dank für Ihre guten Wün­sche zum neu­en Jahr. Kam mein Neu­jahrs­brief recht­zei­tig an? Heu­te ist Mitt­woch. Ich war­te unge­dul­dig auf ein Zei­chen von Ihnen. Und ich weiß doch, daß Ihnen wenig Zeit bleibt zum Schrei­ben. Sind Sie wie­der gesund? Ich habe jetzt soviel Zeit zum Warten. […]

06. Dezember 1938

[381206–2‑1] O., am 5.12.1938. am 6.12.1938. Lie­ber [Roland]! Der end­lo­se Sonn­tag ist vor­über. Mit grau­en, undurch­dring­li­chen Wol­ken war der Him­mel ver­han­gen; tief und regen­schwer jag­te sie der Wind vor sich her. Am spä­ten Nach­mit­tag, als ich das Paket fer­tig gemacht hat­te, litt es mich nicht mehr daheim. Ich lief über die Feld­we­ge dem Wal­de zu […]

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