Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Ehrbarkeit

20. März 1939

[390320–2‑1] O., am 19. März 1939. Mein lie­ber [Roland]! Heu­te, am Ent­las­sungs­ta­ge dach­te ich oft an Dich. Er ist ein beson­de­rer, ein gro­ßer Tag für Dich. Den jun­gen Men­schen­kin­dern, die bis jetzt unter Dei­ner und der Eltern Obhut stan­den, öff­net sich nun die Pfor­te, die hin­aus­führt aus dem schö­nen Kin­der­land in[’]s Leben. Ich den­ke an […]

15. März 1939

[390315–2‑1] O., am 15. März 1939. Mein lie­ber [Roland]! Es gibt im Leben Stun­den, in denen man meint, die Zeit müß­te still ste­hen, so unwie­der­bring­lich schei­nen sie uns. Und ich emp­fin­de das jedes­mal [sic] auf’s Neue, wenn Du bei mir bist. Plea­se fol­low and like us:

21. Oktober 1938

[381021–1‑1] L. am 21. Okto­ber 1938. 19.10.38 Heu­te muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Ihr neu­er Brief­schluß ist nicht nur um ein Grad son­dern um meh­re­re Grad herz­li­cher und wirkt mei­nem Emp­fin­den nach zurück auf die Anre­de. Ich bin ganz ein­ver­stan­den. Nur mein Name gefällt mir nun nicht. Plea­se fol­low and like us:

30. Juni 1938

[380630–1‑1] 28.6.38 L. am 30. Juni 1938. Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Zunächst bestä­ti­ge ich dan­kend den Emp­fang des Schrei­bens Ihrer Eltern. Ich wuß­te, es daß es für Sie einen schwe­ren Schritt bedeu­te­te, und es tut mir leid, daß Sie in Ängs­ten waren; aber es muß­te sein.— Ich schrei­be Ihnen heu­te, wie ich zur Eben­bür­tig­keit den­ke. Plea­se […]

19. Juni 1938

[380619–2‑1] 16.6.38 O., am 19. Juni 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Soll ich Ihnen sagen, daß ich unzu­frie­den bin? Viel­leicht bin ich undank­bar — doch ich muß ehr­lich sein gegen mich selbst. Ich hat­te mich gefreut auf die­se Aus­fahrt, aber die eigent­li­che Freu­de, den Inhalt, gab mir erst das Bewußt­sein, daß ich Sie dort tref­fe. Ich sehn­te […]

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