05. Oktober 1941

[411005–1‑1]

Sonn­tag, den 5. Okto­ber 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Der gan­ze Sonn­tag­nach­mit­tag liegt vor mir – offen ste­hen mir Tor und Tür zur Frei­zeit, offen zu ganz belie­bi­ger Ver­wen­dung. (Kame­rad K. ist Schrei­ber vom Dienst) Ach Gelieb­te! Es ist eine fal­sche Frei­zeit – Frei­zeit in der Gefan­gen­schaft. Wei­ter­le­sen!

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27. März 1941

T&Savatar[410327–2‑1]

Don­ners­tag, am 27. März 1941.

Mein gelieb­tes  Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!!

Heu­te ist der Him­mel wie­der ganz ver­han­gen. Ein dicker, grau­er Nebel erfüllt die Luft, man kann gar­nicht [sic] frei atmen. Und dazu reg­net es so herz­lich; unser ‚Staren­schnee‘ ist schon zu einer dicken, brau­nen Soße gewor­den. Aber ich bin’s [sic] ganz zufrie­den. Wir woll­ten ja eigent­lich mor­gen uns[e]re Wäsche ein­wei­chen, aber bei die­sem scheuß­li­chen Wet­ter kön­nen wir’s nicht wagen – die­se Unmen­ge faßt unser Ober­bo­den unmög­lich. Und oben­drein, ich habe mir in den Kopf gesetzt zu blei­chen. Der Rasen ist schon geeig­net dazu – natür­lich ohne Schnee und Matsch! Wei­ter­le­sen!

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17. Januar 1941

 

Hilde, Polterabend, Portrait, 07.1940
Hil­de, Pol­ter­abend, Por­trait, 07.1940

[410117–2‑1]

Frei­tag, am 17. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter!! Mein Roland!! Du mein lie­ber, guter [Roland]!!

Ges­tern abend war es wie­der mal recht schön in der Sing­stun­de. Wir haben nicht viel vor an beson­de­ren Übungs­stü­cken und so wur­de wie­der ein­mal das Volks­lied her­zu­ge­sucht. Welch[‘] lie­be Erin­ne­run­gen stie­gen da auf – Du weißt dar­um, mein Herz­lieb! Wei­ter­le­sen!

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