28. Januar 1940

[400128–2‑1]

O., am 28. Janu­ar 1939 [1940!].

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Sonn­tag ist nun heu­te, und ich bin allein, und wenn für mich rech­ter Sonn­tag sein soll, dann mußt Du bei uns sein, Liebs­ter! Es geht nicht an, daß wir alle Fei­er­ta­ge zusam­men sein dür­fen. Und dies ist wohl auch eines der äuße­ren Zei­chen mit, daß wir noch nicht für ganz uns ange­hö­ren. Ich bin nicht trau­rig oder kopf­hän­ge­risch des­halb — obwohl wir das Recht hät­ten, nach 6 arbeits­rei­chen Tagen gemein­sam Sonn­tag zu fei­ern — ich neh­me es als Selbst­ver­ständ­lich­keit, wenn ich die Umstän­de und noch die jet­zi­gen Ver­hält­nis­se beden­ke. Ich bin ja auch schon so glück­lich und ganz zufrie­den, wenn ich dar­an den­ke, daß wir die Frist, die zwi­schen unse­ren Begeg­nun­gen liegt, schon auf 14 Tage her­ab­ge­drückt haben, Du! Wei­ter­le­sen!

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28. September 1939

Auszug aus dem Brief
Aus­zug aus dem Brief

390928–2‑1

O., am 28. Sep­tem­ber 1939.

Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Ges­tern abend hat­te ich mit einem Brief für Dich begon­nen. Es war mir, als müß­te das Erle­ben der bei­den ver­gan­ge­nen Tage mir das Herz erdrü­cken, als müß­te ich mei­ne Erlö­sung schaf­fen. Und wie kann ich das anders, als daß ich mich zu Dir flüch­te, Liebs­ter, mit allem, was mich bewegt. Wei­ter­le­sen!

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21. Februar 1939

[390221–1‑1]

L. am 21. Febr. 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Was vor Jah­ren die Phan­ta­sie unge­wiß ver­lo­ckend und berau­schend aus­mal­te, was dann spä­ter zu gewis­sen Zei­ten als hei­ßes Seh­nen und Ver­lan­gen mich über­kam und in Träu­men mich beun­ru­hig­te, am Sams­tag ward es Wirk­lich­keit: Ich hielt ein Weib in mei­nen Armen. Wei­ter­le­sen!

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06. Januar 1939

T&Savatar[390106–1‑1]

K. am 6. Janu­ar 1939.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Auf die Nach­mit­tags­stun­den hat­te ich Dei­nen Sonn­tags­gruß ver­scho­ben. Nun sind Elfrie­de und Hell­muth gekom­men. Die Zei­len schrei­be ich in Eile, Du mußt ent­schul­di­gen. Nun muß ich Dee mei­ne Tage wie­der ohne Dich ver­brin­gen. Ach Du! Ges­tern ein­mal und als der Zug mich so rasch aus der Chem­nit­zer Gegend ent­führ­te, da kam es mir hart an. Immer möch­te ich um Dich sein! Aber Du bleibst mir ja und will’s Gott ist der Tag nicht mehr all­zufern, an dem unser Wunsch sich erfüllt. Siehst Du abends nach den bei­den Ster­nen in Eurem Hofe? Sie ver­än­dern ihre Stel­lung zuein­an­der, der dicke ist ein Wan­der­stern, ein Pla­net. Wei­ter­le­sen!

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