15. Juni 1941*

[410615–2‑1 * Unvoll­stän­dig]

Sonn­tag, am 15. Juni 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!!!

Ich sit­ze am Tische, ganz allein, es ist kurz nach 2 Uhr – der Rund­funk mel­det eben die Über­tra­gung des Bei­trit­tes Kroa­ti­ens zum Drei­mäch­te­pak­tes, der in Vene­dig statt­fand. Ich schal­te ab, um die kur­ze Zeit bis zu mei­nem Gang nach dem Treff­punkt der Kan­to­rei, „Ditt­rich“ [sic] mit Dir zu plau­dern, mein Herz­lieb! Der Vater schläft, die Mutsch [is]t heu­te früh mit dem 8 Uhr Bus nach M., das Bär­be­le fie­bert, da muß Mut­ter Lene kom­men. Hof­fent­lich ist es nichts Ernst­li­ches mit dem Kind. Wei­ter­le­sen!

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28. März 1941

T&Savatar[410328–1‑1]

Frei­tag, den 28.März 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Wenn ½ 5 Uhr der Dienst been­det ist, dann macht sich alles fer­tig zum Aus­schwär­men in die Stadt. Urlaub ist bis 11 Uhr am Abend. Ich woll­te heu­te eigent­lich auch zur Stadt, um ein­mal zu baden. Aber nun sind wir geschlos­sen gegan­gen, das war mir lieb, auch dar­um, weil damit die kost­ba­ren Lewa gespart wer­den. Lewa, das ist hier die grö­ße­re Ein­heit. Ein Lewar gilt 3 [ein Wort unle­ser­lich, wohl: Mark]. Wei­ter­le­sen!

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