12. März 1942

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[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 12. März 1942

Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­al­ler­liebs­te, Hol­de mein!

Her­zens­schät­ze­lein! Nun sit­ze ich wie­der vor dem wei­ßen Bogen. Eben habe ich noch ein­mal gelüf­tet – und beim Hin­aus­tre­ten auf den Bal­kon, da bann­te der gestirn­te Him­mel mei­nen Blick. Ein pracht­vol­ler Ster­nen­him­mel wie sel­ten daheim. Und eben vor mir unser schöns­tes Stern­bild am nörd­li­chen Him­mel, der Ori­on. Oh Gelieb­te! Welch ein Strah­len, welch eine Pracht, him­mel­weit, welt­um­span­nend.

“12. März 1942” wei­ter­le­sen

23. August 1941

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Frei­tag, den 22. August 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Herz­lieb! Gelieb­te Mein!

Letz­ter frei­er Nach­mit­tag heu­te – vor der gro­ßen Rei­se – in der nächs­ten Woche will ich ihn doch gleich noch mit dran­hän­gen an den Urlaub, damit ich schon am Nach­mit­tag fah­ren kann. Wenn das mög­lich ist, geht mei­ne Rei­se über Bel­grad – Agram – Graz – Mün­chen – Hof. In Mün­chen soll der Zug am zwei­ten Tage 1918 [Uhr] ein­tref­fen. Nach mei­nem Fahr­plan geht es dann 2130 [Uhr] wei­ter in Rich­tung Chem­nitz, wo ich schon gegen 6 Uhr mor­gens ein­tref­fe. [Es] Kann also sein, daß mein Tele­gramm in Mün­chen auf­ge­ge­ben ist – und tele­fo­nie­ren, kann ich denn das schon so früh? Du! Mein Herz­lieb wird schon mun­ter sein – ist ja immer mun­ter, wenn das Man­ner­li geguckt [sic] kommt! Na, wir wer­den schon sehen. Herz­lieb! Kannst [Du] Dir den­ken, daß das Man­ner­li schon ein bis­sel vom Rei­se­fie­ber gepackt ist? [Das] Äußert sich in der Freu­de, die nun kaum noch zu hal­ten ist. Wei­ter­le­sen!