30. April 1942

[420430–1‑1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 30. April 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Nun hau­sen wir schon eini­ge Stun­den im neu­en Bau. Und ein­mal hat das Man­ner­li nun drin geschla­fen, drei Stun­den nur, ach nein, nicht ganz. Ich muß­te doch noch sooo lieb Dein den­ken! Ach Her­ze­lein! Ich hab[‘] Dich doch ganz lieb­ha­ben müs­sen – Du! Du!!!!! Weil Du zu lieb zu mir gekom­men bist!!! Mit mei­nem neu­en Arbeits­platz bin ich zufrie­den. Die Mor­gen- und Vor­mit­tags­son­ne kommt ins Zim­mer – sie ist auch an den hei­ßen Tagen will­kom­men. Nur der Tages­lärm dringt nun deut­li­cher her­auf in das Klap­pern der Schreib­ma­schi­ne und das Krit­zeln der Feder (das ist zusam­men mit dem Geklin­gel des Tele­fons der Schlach­ten­lärm der Schreib­stu­be). Der Spieß haust für sich in einem Zim­mer. Das hat den Vor­teil, daß wir unge­stör­ter arbei­ten kön­nen – den Nach­teil, daß wir nicht mehr alles hören. Dein Man­ner­li ist nicht neu­gie­rig. Wei­ter­le­sen!

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23. Februar 1942

[420223–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 23. Febru­ar 1942

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Wenn ich jetzt schrei­be, schläfst Du ganz gewiß schon. Von 11 Uhr bis 3 Uhr muß Dein Man­ner­li heu­te die Gucken [: Augen] offen hal­ten – ‚Läu­fer’ in unse­rem Quar­tier. Wir sind zu wenig Sol­da­ten jetzt, sodaß auch die Funk­tio­nä­re zum Läu­fer­dienst her­an­ge­zo­gen wer­den müs­sen. Etwa aller [sic] 5 Tage muß ich die­sen Dienst [ein]mal mit ver­se­hen.

“23. Febru­ar 1942” wei­ter­le­sen
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13. Dezember 1941

[411213–2‑1]

Sonn­abend, am 13. Dezem­ber 1941.

Her­zen­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes teu­res Herz! Du!!!

Nun ist es doch gegen mei­nen Wil­len ein­mal so weit gekom­men, daß ich mei­nem Man­ner­li eine Stun­de abknap­sen muß­te von sei­ner Zeit! Du!! Ach, ich weiß, Du bist mir nicht böse dar­um! und ich habe Dich ja genau sooo lieb, bin Dir genau sooo gut dar­um! Her­ze­lein! Mein lie­bes, lie­bes!!

Ja! Ges­tern war ein hei­ßer Tag bei Frau [Nord­hoff]! Groß­rei­ne­ma­chen. Mit dem Papa um ½ 6 [Uhr] stand ich auf. Im Fins­tern noch zog ich alle Bet­ten ab und brach­te sie in den Haus­flur zum Lüf­ten. In der Zeit wirt­schaf­te­te ich in der Küche umher, denn da kann ich ver­dun­keln und schrub­ben nach Her­zens­lust. Wei­ter­le­sen!

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08. November 1941

 

[411108–1‑1]

[Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 8. Nov. 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Denkst Du wohl mein? Herz­lieb! Ich bin ganz bei Dir! Sonn­abend ist wie­der. Ein leich­ter Tag winkt – Fei­er­tag! Ach Schät­ze­lein – wär[‘] ich doch bei Dir und könn­te ihn mit Dir bege­hen! Alle Sehn­sucht will wach wer­den, Gelieb­te! Wei­ter­le­sen!

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01. November 1941

[411101–1‑1]

Sonn­abend, den 1. Nov. 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te!

Sonn­abend — Wochen­en­de — eben sind wir aus dem Kino nach Hau­se: “Die Barm­her­zi­ge Lüge”. Ein erns­ter Film. Er hat mich kaum berührt. War ich nicht emp­fäng­lich heu­te? Oder war die Haupt­dar­stel­le­rin nicht aus­drucks­voll genug? Oder war es das Milieu, das mich befrem­de­te? Wei­ter­le­sen!

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