Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Deutsche Christen

16. März 1942

[420316–2‑1] 38. Mon­tag, am 16. März 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, liebs­tes Man­ner­li! Du! Gleich will ich mich noch zu Dir set­zen, ehe ich zum Pfarr­amt gehe. Ich muß eben dar­an den­ken, daß die Pfar­re Dir ein unheim­li­ches Haus ist. In gewis­ser Hin­sicht hast Du recht. So ein gro­ßer düs­te­rer Bau – die Lebens­ge­schich­ten der Pfar­rer […]

21. Februar 1942

[420221–2‑1] Sonn­abend, am 21. Febru­ar 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Du!! Mein lie­ber, guter [Roland]! Heu­te ist ein son­ni­ger Tag. Aber bit­ter­kalt. Über 10° sind in der war­men Mit­tags­son­ne. Ich habe uns ein fei­nes war­mes Stü­bel gemacht, nun hal­ten wir´s aus! Du!! Plea­se fol­low and like us:

17. Februar 1942

[420217–2‑1] Diens­tag, am 17. Febru­ar 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein Schät­ze­lein! Liebs­ter [Roland]! Du!! Ich habe ges­tern kei­ne Ruhe mehr gehabt, ich bin abends noch zur Post, um zu sehen, ob mein Herz­lieb mir geschrie­ben hat. Und ich frag­te nicht ver­ge­bens! Ich bekam einen Brief! Vom Herz­al­ler­liebs­ten, Du! Ich bin doch so froh! Heu­te Nacht habe ich […]

05. Juli 1940

[400705–2‑1] O., am 5. Juli 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du! Ganz ruhig ist es gewor­den nach dem Gewit­ter; drau­ßen, und bei mir drin­nen. Klar ist die Luft, frisch und rein — man kann gar­nicht genug davon ein­sau­gen, und es tut dop­pelt wohl nach die­ser schwü­len, feuch­ten Luft vor­her. Ich wünsch­te, es wäre zwi­schen […]

01. Juli 1940

[400701–2‑1] O., am 30. Juni 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du! Es ist abends um sie­ben. Ich bin nun fer­tig mit mei­ner Arbeit, die ich mir für heu­te vor­ge­nom­men hat­te; mor­gen muß ich mir erst Tüll kau­fen, dann kann ich das Pol­ter­abend­kleid voll­ends zu Ende arbei­ten. Nun will ich noch ein wenig Sonn­tag fei­ern. […]

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