Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Dankbarkeit

01. März 1939

[390301–2‑1] O., am 01. März 1939. Am 26. Febru­ar 1939. Mein lie­ber [Roland]! Vor einer Stun­de ging ich schla­fen. Jetzt schlägt die Uhr 11 und ich lie­ge noch wach. Du, ich den­ke an Dich! Ich seh­ne mich so nach Dir! Dar­um muß ich etwas für Dich schrei­ben, dann wird mir leich­ter wer­den. Schläfst Du schon? Ich sende […]

13. Februar 1939

[390213–2‑1] O., am 13. Febru­ar 1939. Mein lie­ber [Roland]! Zuerst will ich mich recht schön bedan­ken für den Kar­ten­gruß. Das war sehr lieb von Ihnen. Und was Sie da schrei­ben, von Hexen und Geis­tern, das bewog mich nachzudenken. 

30. Januar 1939

[390130–2‑1] O., am 30. Janu­ar 1939. Mein lie­ber [Roland]! Eine Woche liegt nun erst zwi­schen unse­rem letz­ten Zusam­men­sein — viel län­ger scheint mir[‘]s schon. Voll Dank­bar­keit las ich Ihren lie­ben Brief immer wie­der. Wie flei­ßig haben Sie mei­ner täg­lich gedacht, trotz aller Arbeit. Man soll im Glück nicht zu laut jubeln — mir fällt das jetzt […]

27. Januar 1939

[390127–1‑1] L. am 23. Jan. 1939 Am Mon­tag. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Eben kom­me ich von mei­nem Spa­zier­gang nach Hau­se. Einen Blick muß­te ich wer­fen nach dem Wes­ten. Ver­gan­ge­ne Woche war ich eini­ge­ma­le [sic] abends unter­wegs. Wenn Gedan­ken und Gefüh­le mich bestür­men, dann treibt es mich hin­aus. Es ist, als ob sie tief dann unter dem gleichmäßigen […]

19. Januar 1939

[390119–1‑1] L. am 19. Janu­ar 1939. Mei­ne lie­be, gute [Hil­de]! Das neue Jahr nimmt einen stür­mi­schen Anfang, wie­der in man­cher­lei Hin­sicht. Die poli­ti­sche Atmo­sphähre ist gela­den mit star­ken Span­nun­gen. Die­se Woche brach­te mir zwei wich­ti­ge Ent­schlüs­se. Ich spü­re es, in die­ser Woche muß sich man­ches ent­schei­den. Ich bit­te Gott um sei­nen Segen. Dem Muti­gen hilft Gott. […]

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