Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Dankbarkeit

08. August 1941

[410808–1‑1] Frei­tag, den 8. Aug. 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du!!! Zählt mein Herz­lieb denn auch flei­ßig die Tage mit? Sie rücken ganz schön schnell, aber bei uns[e]rer gro­ßen Sehn­sucht möch­ten sie ja Flü­gel haben! Heu­te brach­te mir Dein lie­ber Bote soviel Glück­strah­len und Freu­de – mein Herz­lieb freut sich sooo sehr, daß ich […]

17. Dezember 1940

[401217–1‑1] Diens­tag, den 17. Dezem­ber 40. Du! Mei­ne [Hil­de]! Gelieb­te! Herz­al­ler­liebs­te, Du! Du!! Wie soll ich heu­te anfan­gen, Du? Du!! 6 Uhr am Abend. Wir waren fer­tig mit uns[e]rer Arbeit. Der Chef kam, um gegen sei­ne Gewohn­heit die Unter­schrif­ten in der Schreibt­stu­be zu Voll­zie­hen [sic]. Das ist eine so eigen­ar­tig, woh­li­ge Stim­mung für mich. Dann […]

24. Oktober 1940

[401024–2‑1] Don­ners­tag, am 24. Okto­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Roland]! Gelieb­ter Du! Hilf­los wie ein klei­nes Schul­mä­del sit­ze ich vor mei­nem Bogen Papier. Aber nicht so, daß ich kei­nen Gedan­ken fas­sen könn­te, Du! Ach Gelieb­ter! Mein [Roland]!! Wie nur, wie sage ich Dir’s, wie so glück­lich Du mich gemacht hast!? Du! Ich bin ganz durch­ein­an­der vor […]

14. November 1940

[401114–2‑1] Don­ners­tag am 14. 11. 1940. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein gelieb­ter [Roland], Du! Heut[’] nur einen kur­zen Gruß und einen ganz, ganz lie­ben Kuß! Die Mutsch ist krank. Ich hat­te heut[’] viel Arbeit. Und so vie­ler­lei Wege und das Rei­ne­ma­chen. Ich will doch alles ganz in Ord­nung ver­las­sen, ehe ich abrei­se. Die vie­le Wäsche muß ich noch […]

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