Trug und Schein: Ein Briefwechsel

13. November 1942

[421113–2‑1]

26.)

Frei­tag­abend [sic], am 13. Novem­ber 1942. 

Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein! Mein Her­zens­man­ner­li! Ich sit­ze beim Schein der Lese­lam­pe, im Ofen brum­melt ein lus­ti­ges Feu­er, Frei­tags ist es ja ein Bade­feu­er! Der Letz­te wäs­sert sich eben!! Papa. Die Uhr zeigt punkt [sic] sie­ben, eben höre ich unse­re Uhr schla­gen, Du!

06. November 1942

19.) Frei­tag, am 6. Okto­ber [*] 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Gelieb­tes teu­res Herz! Mein [Roland]!

Du! Her­ze­lein, ich kom­me doch heu­te wie­der am Mor­gen zu Dir wie ges­tern. Viel­leicht, daß es nun so bleibt in den Win­ter­wo­chen? Es ist mor­gens noch so dun­kel, daß man kei­ne rech­te Arbeit im Haus­we­sen ver­rich­ten kann, jedoch bei der Lese­lam­pe sit­zen kann ich sehr gut. Aber: […]

29. Oktober 1942

[421029–2‑1]

13.)

Don­ners­tag­abend, am 29. Okto­ber 42.

Gelieb­ter! Herzallerliebster!

Ich muß doch schnell noch ein­mal zu Dir kom­men, ehe ich ins Bett­lein gehe, es ist schon ½ 1100 [Uhr] vor­bei. Ach Du! Mein Herz ist ja so über­voll! Du hast mich so lieb, sooooo lieb, Her­zens­schät­ze­lein! Oh – bin ich glücklich!

Her­ze­lein! Hab Dank für Dein Lieb­ge­den­ken [sic] und für […]

03. Juni 1942

[420603–1‑2] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 3. Juni 42 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Es ist noch Dienst. Aber ich bin so fein allein und kom­me gleich ein­mal zu Dir! [Du] Wirst viel­leicht eben aus Dei­nem Dienst zurück­sein, von Dei­nen Lie­ben – und nun war­tet zu Haus[‘] Dein gro­ßer Bub – war­tet auf sein Herz­lieb, daß es […]

27. März 1942

[420327–2‑1] 46. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Schät­ze­lein, Du! Du! Abend ist, da ich zu Dir kom­me, wir haben schon das Licht ange­zün­det; 8 Uhr zeigt unser Wecker. Oh Her­ze­lein! Das war ein lan­ger, hei­ßer Tag heu­te – und eine gar kur­ze Nacht, für Dein Murmeltierchen!! 

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