Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Chef

25. Oktober 1939

[391025–2‑1] O., 25. X. 1939. Herz­al­ler­liebs­ter! Heu­te früh erreich­te uns die Nach­richt Dei­ner lie­ben Eltern. Sie kom­men! Und Du natür­lich auch! Ich fah­re ½ 3 nach Chem­nitz und hole Euch ab. Unser ‚Gnä­di­ger‘ ist auf Rei­sen konn­te ihn noch nicht um Urlaub bit­ten. Hal­te den Dau­men ganz fest, damit was draus wird. [Heu]te geht alles in […]

04. Januar 1939

[390104–2‑1] O., am 4. Janu­ar 1939. Dies­mal muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Sie dür­fen nicht den­ken, daß ich in der ver­gan­ge­nen Zeit Sie ver­ges­sen habe! [sic] Heu­te füh­le ich mich wie­der wohl und ich will Ihnen alles schrei­ben, was ich auf­zeich­ne­te.   Am 29. Dezem­ber 1938. Mein lie­ber [Roland]! Eine uner­war­te­te Freu­de berei­te­te mir heu­te […]

29. November 1938

[381129–2‑1] O., am 27. Novem­ber 1938. am 29. Novem­ber 1938. Lie­ber [Roland]! Man möch­te mei­nen, ein Sonn­tag sei wie der ande­re, aber dem ist nicht so. Die Sonn­ta­ge haben ihr eige­nes Gesicht wie die Jah­res­zei­ten. Ein Früh­lings­sonn­tag ist anders als ein Sonn­tag im Herbst. Ich den­ke an den vori­gen, den Toten­sonn­tag — er läßt sich doch […]

5. Juni 1938

[380605–2‑1] 3.6.38 O., am 5. Juni 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Son­nen­hell und klar brach heu­te der Pfingst­mor­gen an, ein Wet­ter, wie es wohl schö­ner nicht zu wün­schen ist. Ich freue mich ja so für Sie; denn nun kann ja Ihre kur­ze Urlaubs­zeit erst die rech­te Erho­lung sein. In der Kir­che hat mir[‘]s heu­te wun­der­schön gefal­len […]

28. Mai 1938

[380528–2‑1] O., am 28. Mai 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Sie wer­den unter­des­sen die Grü­ße von unse­rem fröh­li­chen Bei­sam­men­sein erhal­ten haben, das wir am Pol­ter­aben­de uns[e]rer Sing­stun­den­ka­me­ra­din Ilse Wend im Restau­rant „Ger­ma­nia” abhiel­ten. Heu­te nun, nach­dem der klei­ne Rausch aus­ge­schla­fen und die Trau­ung voll­zo­gen ist, will ich Ihren lie­ben Brief beant­wor­ten. Viel­leicht inter­es­siert es Sie, etwas […]

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