09. Februar 1941

T&Savatarsm[410209–2-1]

Sams­tag, am 9. Febru­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter!! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!!

Du!! Nun ist schon Sonn­tag­nach­mit­tag und es geht auf 3 Uhr. Der Vater schläft, ich soll ihn um 4 [Uhr] wecken, um 6 [Uhr] tritt er sei­nen Dienst an. Die Mutsch ist noch nicht da, [ich] bin neu­gie­rig wann sie kommt. Heu­te früh kam Dein lie­ber Bote noch nicht, aber mor­gen ganz gewiss, Du!! Ich freue mich schon jetzt dar­auf, Du!! Wei­ter­le­sen!

1. Februar 1941

T&Savatarsm[410201–1-1]

Sonn­abend, den 1. Febr[uar]. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de], Du!!

Herz­lieb, Du!! Heu­te muß ich mir von der lie­ben Mutsch sagen las­sen und muß in ihrem Brie­fe nach­le­sen: daß Du mich erwar­test, daß Du alles schon berei­test und daß Du Dich sehnst nach mir! Du!!!!! Du! Wie groß muß sie sein, Dei­ne Sehn­sucht, wenn die lie­be Mutsch es schon merkt!!! Du! Ich glau­be, sie ahnt, wie lieb wir uns haben – und in ihrem Her­zen ist dar­um gro­ße Freu­de – sie darf es schon ahnen – sie ist doch uns[e]re lie­be Mutsch! Wei­ter­le­sen!

23. Januar 1941

T&Savatarsm[410123–2-1]

Don­ners­tag, am 23. Janu­ar 1941.

Du!!! Gelieb­ter!! Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!!

Heu­te bin ich soo glück­lich, Du!!! So voll Freu­de!! Voll himm­li­scher Freu­de!! Herz­al­ler­liebs­ter Du!! Ist’s denn mög­lich – Du?!! Der Chef selbst hat von Dei­nem Urlaub gespro­chen?!! Du!!! Ich habe die­se Stel­le paar­mal [sic] lesen müs­sen, Du!!! Ich konn­te das gar­nicht [sic] fas­sen! Herz­al­ler­liebs­ter!! Wei­ter­le­sen!

17. Dezember 1940

T&Savatar[401217–1-1]

Diens­tag, den 17. Dezem­ber 40.

Du! Mei­ne [Hil­de]! Gelieb­te! Herz­al­ler­liebs­te, Du! Du!!

Wie soll ich heu­te anfan­gen, Du? Du!!

6 Uhr am Abend. Wir waren fer­tig mit uns[e]rer Arbeit. Der Chef kam, um gegen sei­ne Gewohn­heit die Unter­schrif­ten in der Schreibt­stu­be zu Voll­zie­hen [sic]. Das ist eine so eigen­ar­tig, woh­li­ge Stim­mung für mich. Dann hat er die Abend­post durch, sie lag ihm vor. Ich laß [sic] über einen Zet­tel gebeugt. “[Nord­hoff], die Mut­ti hat geschrie­ben, sie schreibt jeden Tag treu und brav!” Damit gabe [sic] er mir den vom Mon­tag her­über, den dün­nen! Nun hielt ich in Hän­den, wor­auf ich mich freue den gan­zen Tag, jeden neu­en Tag! “Noch ein­mal [Nord­hoff], dop­pelt hält bes­ser!” Nun reich­te er mir den dicken zu mei­nem Erstau­nen. Du! Nun war ich gespannt! So flei­ßig hat sie geschrie­ben trotz der vie­len Arbeit?! 4 lan­ge Sei­ten! Ich war­te­te, bis die Schreib­stu­be leer war — und dann ent­fal­te­te ich die Blät­ter. Wei­ter­le­ben!

17. November 1940

Ope­ra­ti­on Mond­schein­so­na­te, Über­res­te des Coven­try Doms nach dem gros­sen deut­schen Bom­ben­an­griff, Coven­try, 11.1940. Quel­le: Tay­lor, E A (Lt.), War Office, Impe­ri­al War Muse­ums, H 5604, über media.iwm.org.uk, 11.2015.

[401117–2-1]

Sonn­tag, am 17. Novem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland] Du!! Gelieb­ter mein!!

Sonn­tag­abend ist, das Haus ist still — die Eltern schla­fen, die ande­ren sind aus. Und ich bin nun allein mit mei­nem Aller­liebs­ten!! War heut[’] früh noch ein­mal im Got­tes­dienst, das letz­te Mal im O. vor der Rei­se. Wir haben ein Lied vor­ge­tra­gen, das konn­te ich noch von frü­her her. Denk nur: in G.s (Fabrik) Fest­raum hiel­ten wir Got­tes­dienst! Wei­ter­le­sen!