Trug und Schein: Ein Briefwechsel

26. Mai 1941

[410526–2‑1] Mon­tag, am 26. Mai 1941. Mein lie­bes teu­res Herz! Du mein lie­bes, herz­li­ches Man­ner­li. Du!! Heu­te früh kamen wie­der zwei lie­be Boten von Dir an. Ich freue mich ja so sehr, Gelieb­ter!! Ich hab[‘] Dich ja sooo lieb, Du!!! Und ich dan­ke Dir viel­lieb [sic] und herz­lich für Dein treu­es Geden­ken und Dei­ne gro­ße Liebe! […]

14. Mai 1941

[410514–2‑1] Mitt­woch, am 154. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein Herz­lieb! Liebs­ter [Roland]! Noch ist kein Bote da von Dir, er hat sich mal wie­der um eini­ges ver­spä­tet. Ich will mich noch gar­nicht sor­gen, Herz­lieb! Die Ver­spä­tung ist ja so natür­lich. Du mußt trotz allem wohl­auf und froh sein, ich fühl’s in mir, mein […]

12. Mai 1941

[410512–2‑1] Mon­tag, am 12. Mai 1941. Gelieb­ter! Mein Herz­lieb Du!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Mit Mon­tag fängt die Woche an, drum kommt von jedem etwas dran! So muß ich heu­te begin­nen, Herz­lieb! 2 Brie­fe steck­te mir heu­te früh der Post­bo­te zu! Mei­ne Freu­de dar­über kannst Du Dir sicher gut vor­stel­len, Du!!!

02. Mai 1941

[410502–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki,] Frei­tag, den 2. Mai 1941. Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!! Es ist 9 Uhr am Abend. Da ist hier Zap­fen­streich für alle Sol­da­ten und Zivi­lis­ten. Dann fah­ren auch die letz­ten Stra­ßen­bah­nen und wir müs­sen sehen, dass wir mit­kom­men: Heu­te hat­ten wir zum ers­ten­mal [sic] Urlaub.

27. April 1941

[410427–1‑1] Sonn­tag, den 27. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb!! Gelieb­te mein!!! Wenn ich nun auch vor Mitt­woch oder Don­ners­tag das Geschrie­be­ne nicht auf­ge­ben kann, so will ich doch ver­su­chen, täg­lich mit Dir ein Stünd­chen zu plau­dern. Und wenn ich nicht schrei­ben kann, plau­dern wer­de ich gewiß mit mei­nem Herz­lieb – ach, alles mit sei­nen Augen […]

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