Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Bukarest

30. Oktober 1942

[421030–1‑1]

Frei­tag, den 30. Okto­ber 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

So viel­lieb kommst Du heu­te zu mir, gelieb­tes Herz! Vom Mon­tag ist’s der Bote, der zwei­te schon mit der neu­en Num­mer (von S. wur­de noch immer kei­ner nach­ge­schickt! Ich wer­de gele­gent­lich mal anru­fen). So froh ist mein Schät­ze­lein – ohne das Man­ner­li[…]

30. Oktober 1942

[421030–2‑1]

14.)

Frei­tag, am 30. Okto­ber 1942. Am Abend.

Mein [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter Du! Mein Her­zens­man­ner­li!

Fei­er­abend habe ich nun. Die Uhr zeigt 20 Minu­ten nach 800 [Uhr]. Bin doch eben aus dem Wänn­lein gestie­gen, Du! nach­dem [sic] wir schon den zwei­ten Nach­mit­tag andau­ernd mit Was­ser und Sei­fe zu tun hat­ten! – ja [sic], […]

28. Oktober 1942

[421028–1‑1]

Mitt­woch, den 28. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Gleich wird Fei­er­abend sein. Es ist eben eine klei­ne Atem­pau­se – so atem­los geht es im übri­gen nicht zu – und ich nüt­ze sie, den Boten an Dich zu begin­nen. Bist um die­se Stun­de eben auch im Dienst, einem schö­ne­ren als Dein Man­ner­li. Aber ich nei­de ihn Dir […]

28. Oktober 1942

[421028–2‑1]

12.)

Mitt­woch, am 28. Okto­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Schät­ze­lein Du! Gelieb­ter [Roland]!

Aber nun kom­me ich doch ganz schnell zu Dir, mein Schät­ze­li. Bin doch so beschäf­tigt gewe­sen den gan­zen Tag und konn­te es doch gar­nicht erwar­ten, bis ich end­lich bei Dir sit­zen kann. Ach Du! Hast mich ja heu­te so, so froh […]

25. Oktober 1942

[421025–1‑1]

Sonn­tag, den 25. Okto­ber 1942

Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Und nun kom­me ich zu Dir! Es ist schon 10 Uhr vor­bei! Zuletzt zu Dir – Her­ze­lein – zuerst und zuletzt bei Dir – immer bei Dir! Kom­me zu Dir mit so vol­lem Her­zen, Gelieb­te!

Ich habe den Rem­brandt­film gese­hen. Er ist erschüt­ternd. Und […]

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