Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Buch

27. Februar 1942

[420227–1‑1] Frei­tag, den 27. Febru­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib! Du mei­ne [Hil­de]! Mor­gens zwi­schen drein und vie­ren [sic] – ich glaub[‘], so hebt ein [Volks]Lied [von Bet­ti­na von Armin, 1805] an, und wenn nicht, eben mein Brief. Ich war ganz von sel­ber mun­ter zu mei­ner Wache von drei bis sie­ben Uhr. [Ich] War eben aus […]

17. Oktober 1941

[411017–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 17. Okto­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes teu­res Weib! Ganz neu­wa­schen [sic] ist Dein Man­ner­li! Vor einer Stun­de saß es noch in der Wan­ne und war­te­te ver­geb­lich auf den lie­ben Bade­meis­ter. Aber sein gedacht habe ich ganz sehr. Ich brau­che ihn doch. Über­all­hin kann ich doch nicht lan­gen! Auf dem Heim­we­ge habe […]

25. Juni 1941*

[410625–2‑1* Feld­post­sper­re, die zu Ver­zö­ge­run­gen viel­leicht führ­te] S. – Mitt­woch, am 25. Juni 41. Mein Herz­lieb! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Du!! Du!!! Das war ges­tern ein beweg­ter Tag, sodaß ich gar­nicht dazu kam Dir zu schrei­ben. Aber Dein gedacht habe ich umso mehr, Herz­lieb!! Früh­mor­gens ½ 8 bin ich raus aus den Federn, das heu­len […]

04. Juni 1941

[410604–2‑1] Mitt­woch, am 4. Juni 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter mein!! Du!! Herz­lieb! Ein wun­der­ba­rer Som­mer­tag ist heu­te. Die lie­be Son­ne scheint so warm, zu warm! Und der Him­mel ist so tief­blau! Ich glau­be, eben­so blau wie bei mei­nem Herz­lieb!! Ich bin mit Klein­chen gleich zu Mit­tag, es war ½ 2 Uhr, in den […]

03. Januar 1941

[410103–2‑1] Frei­tag, am 3. Janu­ar 1941. Gelieb­ter!! Herz­al­ler­liebs­ter!! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Du! Du!! Wie soll ich denn heu­te anfan­gen? Herz­lieb!! Zwei lie­be Boten kamen heu­te früh zu mir, von Dei­ner lie­ben Hand. Gelieb­ter!! Du machst mich ja so über­glück­lich!! Du darfst bei­na­he kei­nen so lie­ben Brief mehr schrei­ben, Du! Du rufst mei­ne Sehn­sucht […]

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