Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Briefeschreiben

21. Dezember 1942

[421221–1‑1]
Mon­tag, den 21. Dezem­ber 1942 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne [Hil­de]! Mein Herz­lieb, Du!!! 

Gelieb­te mein! Gelieb­te mein! Im Raum neben der U.v.D.-Stube sit­ze ich, und den­ke Dein. Daß ich Dein dabei den­ken kann, macht mir die­sen Dienst doch so ange­nehm und kurz­wei­lig. Aus dem Radio neben­an tönt ein Kinderchor […]

08. Dezember 1942

[421208–2‑1]

48.)

Diens­tag­mor­gen, am 8. Dezem­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Du mein gelieb­ter [Roland]!

Ich kom­me doch erst heu­te wie­der zu Dir, seit dem Sonn­tag­abend. Glaubst Du das? Solang [sic] war­ten, ohne zu Dir zu kom­men?! Ach, Du!!

26. November 1941

[411126–1‑1] Mitt­woch, den 26. Novem­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Du!!! Mein lie­bes, lie­bes Weib! Heu­te komm[‘] ich gleich mal zum Vor­mit­tag auf einen Sprung zu Dir. Jetzt ist es 11 Uhr. Da wird unser Lager abge­bro­chen. Alles begibt sich zum Essen und still wird’s im Haus. Ich fah­re ja mit der Stra­ßen­bahn und rich­te es so ein, daß […]

12. November 1941

[411112–1‑1] [Salo­ni­ki] Diens­tag, den 11. Nov. 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Jetzt schläfst Du aber gewiß noch. Und das Man­ner­li ist schon mun­ter. Eigent­lich ist also schon Mitt­woch. Ges­tern abend, ½ 9 Uhr war es, über­kam mich die Müdig­keit und ich streck­te mich eben lang zu einem hal­ben Stünd­chen. Aber die Müdig­keit war nur grö­ßer geworden […]

Nach oben scrollen