Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Blut

11. April 1941

[410411–1‑1] Kar­frei­tag, den 11. April 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Herz­lieb mein!! Unser Postbüt­tel [sic: Post­bo­te] hat etwas aus­ge­rich­tet. 2 lie­be Boten brach­te er mir. Geburts­tag ist heu­te! Nun erfah­re ich es – zu spät. Von gan­zem Her­zen wün­sche ich der lie­ben Mut­ter alles Gute! Dei­ne Mut­ter, Herz­lieb! Sie meint es so gut mit […]

27. Januar 1941

[410127–2‑1] Mon­tag, am 27. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mei­ne lie­ber, lie­ber [Roland]!! Gelieb­ter Du!! Heu­te ist es wie­der grim­mig kalt drau­ßen, alles ist hart gefro­ren, auch die Fens­ter sind zu bis oben­hin. Aber – die lie­be Son­ne scheint, Du! So hell! Und so blau ist der Him­mel! Wun­der­schön ists [sic: ist es] drau­ßen. Wenn ich jeman­den […]

17. September 1940

[400917–1‑1] Diens­tag am 17. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, Du, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Habe ich mich schon für den Sonn­tags­gruß bedankt? Es ist der schöns­te Augen­blick des Tages, wenn die Post ver­teilt wird, und man ist selbst glück­li­cher Emp­fän­ger. Ges­tern Mon­tag überraschte[n] und erfreu­ten mich die Zei­len Dei­ner lie­ben Mut­ter. Sage Ihr [sic] und Pappsch vie­len […]

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